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Wissenschaftler der Harvard Universität aus Boston untersuchen Quipu

Ja, das ist kein Witz. Wissenschaftler der ehrwürdigen Harvard Universität sind für diese Untersuchung extra nach Detmold gereist. Okay, alle die jetzt denken, da wird der Quipu von Quipus Paranormal Scanner auf seinen Geisteszustand untersucht, den muss ich jetzt leider enttäuschen. Die Wissenschaftler sind ins Lippische Landesmuseum gereist, um die Quipu (oder auch Khipu), eine einzigartige, im dezimalen Stellenwert aufgebaute Kontenschrift aus der Inka-Zeit (vor ca. 1.400 Jahren) zu entschlüsseln. Das ist bisher noch niemandem gelungen.

Eine Quipu besteht aus Baumwollfasern oder aus Tierhaaren unterschiedlicher Tiere, welche auch noch unterschiedlich gefärbt sind. Die Knoten sind unterschiedlich und selbst die Drehrichtung der Fäden unterscheidet sich, auch die Stelle, an der die Knoten vorhanden sind, haben eine Bedeutung. Dahinter verbirgt sich ein sehr komplexes System, welches noch nie entschlüsselt worden ist. Einfache Quipus sollen Zahlen und Fakten zur Beständen der Lagerhaltung enthalten, in komplexeren sollen sogar die Geschichte der Inkas und deren Leben verschlüsselt sein.

Von Pi3.124 – Eigenes Werk, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=69539294
Von Claus Ableiter nur hochgeladen aus enWiki – enWiki, hochgeladen von User Lyndsaruell; siehe http://en.wikipedia.org/wiki/Image:Inca_Quipu.jpg, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=2986739

Bekannt ist bisher nur, dass die Inka eine Art binären Code verwendeten. Dies ist eigentlich die Grundlage für die Digitalisierung, die Inkas benutzten ihn bereits 1.400 Jahre vor der Erfindung der Computer.

Ein Team der Harvard Universität, unter der Leitung von Gary Urton, Professor für vorkolumbianische Studien, kam zu dem Ergebnis, das bestimmte Quipus auch Erzählstrukturen besitzen. Dies würde bedeuten, dass die Inkas die einzige bekannte dreidimensionale Schrift entwickelten. Bislang konnten die Wissenschaftler diese Zeichen allerdings nicht entschlüsseln.

Manny Medrano, Mathematikerin und Archäologin, arbeitet gemeinsam mit den Harvard-Team an der Entschlüsselung der Knotenschrift. Da es weltweit allerdings nur noch ca. 800 Quipus gibt, ist es fraglich, ob der Code jemals entschlüsselt werden kann. Drei Quipus befinden sich im Lippischen Landesmuseum, in Detmold. Dies war der Grund, warum die Wissenschaftler nach Detmold gereist sind.

Vielleicht hat ja einer von euch eine Idee zur Entschlüsselung, einfach mal nach Detmold fahren und die Quipus ansehen. In Detmold ist auch eine Quipu, die eine Erzählstruktur aufweist. Es wird davon ausgegangen, dass es 1.536 unterschiedliche Möglichkeiten gibt, ein Zeichen darzustellen.

Ein Computerprogramm soll bei der Entschlüsselung behilflich sein.

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Die Anthropologin Sabine Hyland hat die Theorie, dass spezifische Kombinationen von farbigen Schnüren und Knoten Silben oder Worte repräsentiert haben könnten. Ihre Analyse der Quipu erscheint in der Fachzeitschrift „Current Anthropology“.

Hayland wurde von zwei Dorfältesten eingeladen, eine Quipu zu untersuchen, die seit Generationen geheim gehalten wurde. Diese Ältesten schilderten, dass die Quipu eine Schilderung zur Kriegsführung enthalten würden, dies wäre so überliefert worden.

Spanische Geschichtsschreiber erwähnten, dass die Boten der Inkas Quipus wie Briefe befördert hätten, deren Inhalt geheim gehalten wurde. Die Dorfbewohner berichteten, dass die Informationen in den Quipus von der Faserart, der Farbe, der Webrichtung, der Drehrichtung und der Lage der Knoten abhängig sind. Ein extrem komplexes System der Informationsspeicherung. Es können damit Informationen, ähnlich wie in Büchern gespeichert werden. Es wurde sogar schon ein Quipu-Fund gemacht, der Ähnlichkeit mit einem Archiv für die Aufzeichnungen der Inkas hatte. Auf dem Höhepunkt der Inka-Zivilisation könnten Hunderttausende von Quipus vorhanden gewesen sein. Der natürliche Zerfall und die europäische Eroberung hat aber den Großteil davon unwiederbringlich zerstört.

Ziel dieser Forschungen ist es nicht nur, ein historisches Geheimnis zu enträtseln, sondern auch Licht in die unglaublichen interkulturellen Errungenschaften der Inkas, der amerikanischen Ureinwohner, zu bringen.

Lasst die Leute mal noch ein bisschen weiter rätseln, so schnell wie ich die Fakes entlarve, lasse ich mich nicht entschlüsseln …

Quipu

15 thoughts on “Wissenschaftler der Harvard Universität aus Boston untersuchen Quipu

  1. Quipu Du brauchst mit der nachfolgenden spannenden Erklärung gar nicht zu versuchen von Dir abzulenken, auf Deine falsche Fährte, es ginge um die Inkas, fallen wir nicht herein. Wir sind doch nicht blöde. 🙂
    Lieben Gruß Inka

    1. Wenn es hier um 1400 Jahre alte Quipu geht dann geht es um eine mesoamerikanische Kultur die vor der Entstehung des urbanen Inkareiches schon da war. Das Inkareich entstand erst im 13. Jahrhundert (vor 8 Jhd). Die Kunst Quipus herzuestllen und damit zu rechnen ist also nicht den Inka sondern ihren Vorfahren zuzuschreiben. Ähnlich wie bei denn Römern, die übernahmen die für sie später typische Toga von den Etruskern. Und obwohl es ja „römische Toga“ heist ist sie dass nicht wirklich. Allerdings finde ich es schon erstaunlich was frühe Kulturen leisten konten.

  2. Quipu…sind das Stücke aus deinem Näh und Handarbeitsunterricht aus der Schulzeit? Also diese Geschichte mit den Inka unso hätte ich bei dem Gefuzzel und Gefräß was ich zu Ende jeder solchen Unterrichtsstunden abgegeben habe auch gern parrat gehabt 😉

  3. Hallo Quipu,

    ich bin leider nicht auf der Youtube Plattform zu finden. Ich möchte aber mal fragen, auf du dich mit dem Felixzirkel beschäftigen möchtest um dessen Authentizität zu prüfen. Es sind unter Youtube mit dem „Begriff“ Felixzirkel Videos zu finden. Auch wäre es doch schön, wie jmd wie du werter Quipu, der auszieht um das Füchten zu lernen, mal eine Session/Seance dort mit zuerleben, und uns dann von deinen Erlebnissen dort zu schildern vermagst.

    Einen kleinen Einblick erhälst du auch, wenn du auf Radio Cropfm im Archiv nach Spiritismus suchstv. Ich hoffe das ist jetzt keine Fremdwerbung, wenn doch bitte Zensieren, Danke!!!

    Mfg AdZE

  4. hallo ADZE
    vom „Ausziehen um das Gruseln zu lernen“ wie du Quipus gebeten hast kann ich nur abraten. Seancen „ausprobieren“ – nur mal so zum Spass…? Gerade diejenigen, die meinen mit Intellekt und Ratio kommt man schon hinter die Geheimnisse übersinnlicher Phänomene sind irgendwann ein Besseres belehrt worden.
    Man sollte immer im Hinterkopf behalten, dass es „Übernatürliches“ nicht geben kann – aber Übersinnliches eine Menge. Und alles Übersinnliche ist eben auch existent. Es hat einen guten Grund dass unsere natürliche Sensorik und Wahrnehmungsfähigkeit so angelegt ist wie sie es ist.
    Schaut euch Mythen Metzgers Beiträge über die Gulf Breeze Six an. Und denkt mal drüber nach ob das Erforschen des Ouija – Boards die sechs Mitarbeiter der Schlapphutfraktion glücklich gemacht hat.

    1. also liebe Mysteryfreunde,
      Befriedigung ungebändigter Neugier sollte nicht die Motivation sein, sich mit Übersinnlichen Dingen zu befassen. Lasst euch von einem Rentner, der fünf Jahrzehnte Wechselschicht hinter sich gebracht hat, erzählen, was passieren kann, wenn man seine Neugierde nicht im Zaum halten kann…
      Meine Vorfahren haben keine Kosten und Mühen gescheut, um ihre Nachfahren stets daran zu erinnern. Immer wenn ich aus meinem Lieblingsbrauhaus nach Hause schleiche.. schleiche deswegen, damit meine Frau blos nicht wach wird… also immer dann komme ich an einem wunderschönen Brunnen vorbei. – und dann fallen mir die fünf Jahrzehnte Wechselschicht ein…
      Hätte vor vielen Jahren die Frau vom Schneider ihre Neugier im Griff gehabt – könnten wir schön bis kurz vor Mitternacht im Brauhaus sitzen bleiben und die Arbeit wäre trotzdem erledigt worden…
      Aber die Frau musste ja unbedingt schauen wie die Heinzelmännchen ausschauen… Und nun ? – Das haben wir nun davon… Müssen unsere Arbeit selber machen bis wir in Rente gehen – und können erst dann ins Brauhaus. Gelle Mythen Metzger – du denkst doch auch so, wenn du an dem Brunnen vorbei kommst ?

  5. Was wurde denn aus diesem autodidaktischem jungen Mann dessen Vater Inka-Schriftforscher war und welcher daherkam und einfach begann die Inkaschrift zu lesen!Er wurde gefeiert und gehypt und seitdem habe ich auch nie wieder was gehört! das hier läßt aber hoffen- https://www.welt.de/kultur/article .
    Wenn man rückblickend sieht,wie das ganze mit Pizarro und der Kolonisation der Spanier ablief grausam nicht nur was das menschliche(Christliche) betrifft sondern auch welche Wissenschance uns dabei durch die Lappen ging.Was würde ich dafür geben all die aus Gold hergestellten Relikte, welche die Spanier einschmolzen, wenigstens einmal sehen zu dürfen!Ebenso die Sammlung des Pater Crespi bevor das ganze Gold geplündert wurde -Wahnsinn vor allem da zig dieser Gegenstände Riesen gehört haben müssen-Aufgrund der schieren Größe! Hier ein Link -https://youtu.be/sr31f96c7pU cu lotrecht

  6. Hallo lotrecht

    Bei den Schergen wie Pizarro und seiner Truppe handelte es sich hauptsächlich um Menschen aus der Unterschicht und verarmte Adelige. Mittellos, ungebildet und kriminell. Die hatten mit Menschlichkeit und Christlichkeit nichts am Hut. Ihnen wurde vor der Abreise Reichtum versprochen, den sie sich dann einfach genommen haben. Am Anfang kam noch der „Götter“ Bonus hinzu, als die Einheimischen gemerkt haben, dass es nicht um Götter handelt, war es schon zu spät.

  7. Und was ist mit dem ganzen keltischen Goldschmuck, welche die Schweden jetzt einfach einschmelzen wollen, weil es keinen mehr interessiert? Wir dürfen nicht die wahre Vergangenheit erfahren und nichts soll uns daran erinnern!

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