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Das Interview mit Lars A. Fischinger

Hallo meine Lieben Mystery Freunde da draußen – Ich habe mir mal gedacht, dass ich vielleicht mal den Lars A. Fischinger interviewen könnte. So habe ich dann kurzerhand beschlossen, dem Lars einige Fragen zu schicken die er mir doch mal beantworten könnte. Habe nicht lang überlegt, und habe dem Lars meine Fragen zukommen lassen. Es hat zwar einige Zeit gedauert, aber er hat sich dann entschlossen, die antworten via E-Mail mir zu schicken. Hier das Interview mit Lars A Fischinger.

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Frage 1: Hallo Lars – könntest du dich mal kurzerhand vorstellen wer du bist und was du so machst?


Hallo zusammen! Gerne.
Wer ich bin und was ich mache ist sehr leicht zu erklären. Oder auch wieder sehr
schwer, wie man es nimmt. Ich selber bezeichne mich seit einigen Jahren als
„Mystery-Jäger“, „Jäger des Phantastischen“ oder schlicht und einfach
„Grenzwissenschaftler“. Mein Kernthema, sozusagen mein Steckenpferd, sind aber
die Themen der Prä-Astronautik, die man neudeutsch heute schlicht als Ancient
Aliens bezeichnet. Auch wenn ich zwischen „Ancient Aliens“ – hergeleitet von der
gleichnamigen und sehr erfolgreichen US-TV-Dokureihe – und der Prä-Astronautik
erhebliche Unterschiede sehe. Das aber ist ein anderes Thema …
Wie ausnahmslos alle, die sich mit solchen Themen aus der Welt des Unfassbaren
beschäftigen, bin ich ein Quereinsteiger. Schließlich kann man „meine Themen“ oder
irgendwelche Themen aus der sogenannten Grenzwissenschat nicht irgendwo
lernen, studieren oder eine entsprechende Ausbildung machen. Also sind wir alle
Laien auf diesen Gebieten.
Das ist eigentlich ganz witzig, denn gerne versuchen Leute irgendwelche
„Grenzwissenschaftler“ und Autoren in Kategorien wie „Laien“ oder „Anerkannte“ zu
stecken. Vollkommen Unsinn, wie ich es immer wieder gerne betone und ausführe.
Gleichfalls ist es aber auch so, dass diese Themen vor allem durch das Internet von
Unsinn, Lügen, Unwissen, Halbwahrheiten und Betrug immer mehr durchsetzt
werden. Ich selber bin einiger der wenigen, die derartigen Humbug seit Jahrzehnten auch beim Namen nennen und aufzeigen. In Büchern ebenso wie in Artikeln oder
Videos, die ich auf meinen YouTube-Kanal stelle. Das hat mir viele Hater aus dem
Gebiet der Grenzwissenschaften & Co. eingebracht, die lieber alles glauben wollen.
Hier muss man aber ehrlich sein: Ich bin im September 2019 exakt 30 Jahre „dabei“.
Seit September 1989 beschäftige ich mich Aliens, Prä-Astronautik, UFOs, Leben im
All, Rätsel der Archäologie, Mysterien der Menschheit usw. Damals war ich ein
blutjunger Teenager und nahm ab da sehr vieles auch für wahr und richtig, was man
so über diese Themen lesen oder sehen konnte. Im Internet ist der Mix aus Themen
heute unvergleichlich vielschichtiger und auf Knopfdruck sofort verfügbar. Dass hier
eben vor allem viele Menschen, die gerade neu in diese Materie einsteigen (wie ich
im Herbst 1989) alles glauben, vertauschen, zusammenwürfeln und auch online
verbreiten, ist da nicht verwunderlich. Es ist auch wirklich leicht in der digitalen Welt.
Ich bin damals begeistert angefangen mein erstes Buch zu verfassen. Es erschien
allerdings erst im Sommer 1996 (auf eigene Kosten). Es folgten über ein Duzend
weitere Bücher. Und zahlreiche neue Buchprojekte liegen zum Teil schon seit Jahren
unverwirklicht in der Schublade.
Mit Büchern, die gekauft und gelesen werden müssen, erreicht man heute aber kaum
mehr jemanden. Vor allem natürlich aus dem Bereich der „Phantastischen
Phänomene“. Deshalb bin ich seit Jahren auch und vor allem online aktiv und
schreibe auf meinem eigenen Blog und betreibe seit 2012 meinen Video-Kanal zu
„Grenzwissenschaft und Mystery Files“. Wie auch Ihr selber wisst, ist das nicht
gerade wenig Arbeit, wenn man alles im Alleingang macht.

Frage 2: Was hat dich denn so beflügelt, dass du dich so sehr mit der Prä-Astronautik auseinander setzt?

Wie gesagt bin ich seit September 1989 Prä-Astronautiker. Eine Bezeichnung, die sich selbstverständlich jeder selber geben kann.

Damals war es aber so, dass ich am Fernsehen zufällig erstmals die Dokumentationen „Erinnerungen an die Zukunft“ und kurz darauf „Botschaft der Götter“ von und mit Erich von Däniken auf dem deutschen Sender Pro7 sah. Die hatten 1989 schon einige Jahre auf dem Buckel, aber haben mich als Teenager fasziniert. Vom Stuhl gehauen, könnte man fast schon sagen!

Warum? Weil hier ein komischer Mann mit einem komischen Dialekt komische Sachen in Dokumentationen erzählte, die mich ausnahmslose alle seit Kindestagen interessieren. Selbst in meinen ersten Kindheitserinnerungen ist das Interesse an solche Themen präsent. 

Weltraum, Außerirdische bzw. Science-Fiction (Star Wars mit Abstand an erster Stelle), Aliens aller Art und Unart, Raumfahrt, verborgene/verschlossene Kammern und Räume (sie könnte ja ein Geheimnis enthalten…) ferne Welten im All und auf der Erde, Ausgrabungen untergegangener Dinge, Geistergeschichten, alte Kulturen, Bauten, Ruinen, Völker und Hinterlassenschaften sowie ganz einfach die Rätsel der Vergangenheit. All das interessiert mich quasi seit meiner Geburt. Und, wie es sich für ein Kind gehört, interessierten mich als Kind auch Dinosaurier. Die Geschichten von Jule Verne rundeten mein kindliches Gemüt ab.

In diesen beiden TV-Sendungen nun schienen plötzlich alle meine Interessen von diesem mir fremden von Däniken in einen Topf geworfen worden zu sein. Heraus kam – die Prä-Astronautik. Es fehlten zwar Geister, aber dafür waren die Dinos meiner Kindheit sogar mit dabei („Steine von Ica“) …

Diese beiden Dokus führten mich als Teenager also quasi in einem Mix meiner Interessen zu fernen Welten, Kulturen und in vergangene Zeiten. Das war vor 30 Jahren ohne Zweifel für mich ausschlaggebend! All das, was darin erzählt wurde, erfuhr ich in den Jahren zuvor in Wissens-Bücher für Kinder nicht. Ebenso wenig in dem allseits bekannten Magazin „P.M.“, auch wenn in diesem natürlich durchaus Weltraum, Archäologie, Raumfahrt, Aliens & Co. vorkamen. Bücher wiederum waren für mich nur Schulbücher oder Romane, die eigentlich nichts für mich waren.

Das änderte sich ab diesem „TV-Schlüsselerlebnis“, da ich mir daraufhin das Buch „Erinnerungen an die Zukunft“ bestellte. Andere Däniken-Bücher folgten. Und, sofern möglich, Bücher zum Thema, die sich in seinen Quellenverzeichnissen fanden. Hier ist natürlich der Franzose Robert Charroux als erstes zu nennen.

Obwohl das jetzt drei Jahrzehnte her ist, bin ich noch immer von der Idee und den Themen der Prä-Astronautik begeistert. Längst sehe ich vieles anders und ohne das „kindliche Gemüt“ der ersten Faszination. Aber die „kindliche Neugier“ ist geblieben. Ich denke, dass es sicherlich bei vielen Interessieren ähnlich sein wird.

 

Frage 3: Gibt es irgend etwas spannendes und mysteriöses, was du auf deinen Reisen so erlebt hast?

Leider muss ich hier passen. Aber spannend ist jede Reise. Gleichgültig wohin. Das liegt ganz einfach an den Menschen, die man sieht oder denen man begegnet.

 

Frage 4: Wie siehst du die Dinge so aus deiner Sicht – wie in etwa – Gab es schon vor unserer Zeit eine hochentwickelte Zivilisation?

Davon bin ich ebenso überzeugt, wie von den Astronauten der Vergangenheit. Obwohl mir „Kritiker“ (die offenkundig meine Arbeiten nicht kennen, sondern nur labern) gerne vorwerfen, dass ich quasi alles ablehne. Liegt halt an den Mengen von Unfug, der verbreitet wird …

Dennoch sehe beide Themen nicht getrennt voneinander. Viele Autoren, die die Idee einer untergegangenen Ur-Kultur vertreten, lehnen gleichzeitig die Idee der Götter aus dem All ab. Warum das so ist, ist mir nicht ganz klar, da beide Gebiete der Grenzwissenschaft sich selbstverständlich nicht ausschließen. Ich finde, wie ich es in einem letzten Buch aufzeigte, dass sich beide Themen sogar ergänzen.

Viele „Atlantis-Autoren“ bekommen Bauchweh wenn sie von irgendwelchen Aliens hören, die vor Jahrtausenden hierhergekommen sein sollen. Sie fragen nach Fakten, echten Beweisen und handfesten Belegen. Die existieren nicht! Leider gibt es nur Hinweise, die man so deuten kann. Für eine versunkene Hochkultur wiederum verweisen diese Autoren gerne auf dieses oder jenes reale Objekt oder Relikt, die dann aber auch wieder keine echten empirischen Beweise sind.

Ein endloser Streit …

 

Frage 5: Was Denkst du über außerirdisches Leben – Denkst du dass einst Außerirdische in die Geschichte der Menschheit eingegriffen haben? Oder haben sie sogar denn Menschen erschaffen.

Wie oben gesagt, bin ich überzeugt, dass die Götter der Vorzeit Außerirdische aus dem Kosmos waren. Das steht für mich fest, da ich daran glaube, dass es so war.

Und das ist ein heikler Punkt: Es gibt nicht einen einzigen wirklich Beweis für Astronautengötter. Keinen einzigen, nichts. Gerne wird natürlich hier und dort von eben solchen Belegen geschrieben und dabei „sensationelle Tatsachen“ veröffentlicht oder präsentiert. Sie sind jedoch alle keine wirklichen Beweise.

Zum einen haben wir die schon oben genannten Falschbehauptungen Faktes, Irrtümer und aus schlichter Unwissenheit geborenen „Fakten“. Das muss nicht immer mit böser Absicht verbreitet werden und ist auch in den seltensten Fälle so. Vieles wird halt von Personen mangels Recherche, Quellen oder Kenntnis zu Fakten ernannt. Das Problem ist nur, dass diese dann sofort beleidigt sind, wenn man sie darauf aufmerksam macht. Meist sind sie offenkundig neu in der Thematik und wollen nichts anders hören. Blind und vernarrt sind wieder andere. Hintergrundwissen fehlt den allermeisten, da sie vielleicht Neueinsteiger sind oder ihnen noch Quellen fehlen. Oder sie sind zu faul es zu prüfen.

Alle, die dann Fakten und Zusammenhänge kaltstellen sind dann „Desinformanten“, „System-Trolle“ und eben ganz einfach doof. Ich kenne das sehr gut von meinen Hatern, denen leider oftmals das Wissen fehlt. Und wer lässt sich schon gerne eines Besseren belehren?

Da aber echte Beweise für Raumfahrt im Altertum fehlen, kann man tatsächlich an das Thema nur glauben. Nicht in Form eines religiösen Glaubens, auch wenn das bei UFO-Sekten so ist, sondern man kann das Thema als wahr annehmen. Hinweise, dass die Götter unserer Ahnen Astronauten waren, haben wir. Diese Hinweise wie vor allem die Mythologie etc. kann man so deuten, dass es leibhaftige Wesen der Sterne waren. Für mich ist diese Betrachtung der Hinweise durchaus einleuchtend und erklärt solche weltweiten Überlieferungen ganz wunderbar. Nur heißt das nicht, dass es auch den Tatsachen entspricht. Das sind zwei verschiedene Paar Schuhe.

Drei Möglichkeiten haben wir im Grundsatz zur Auswahl: Entweder sind Mythen von Himmelswesen in all ihrer Vielfalt Erinnerungen an einst reale Ereignisse. Oder es sind alles erfundene Geschichten unserer Vorfahren, die sie sich vielleicht ausgedacht haben, um die Welt um sie herum irgendwie zu verstehen. Belletristik der Vorzeit, die letztlich aber reine Erfindungen sind. Die dritte Möglichkeit wäre die religiöse. Das hieße, dass hier einstmals wirklich der Gott oder die Götter oder „spirituelle Überwesen der Schöpfung“ – oder wie immer man es nennen mag – die Menschheit besuchten und kontaktierten.

Persönlich habe ich mich für die Möglichkeit Nummer eins entschieden. Dies schließt für mich auch eine Manipulation der Menschheit mit ein. Möchte man Mythen, Überlieferungen usw. im Sinne der Götter der Sterne deuten, dann darf man Schöpfungsmythen nicht einfach ignorieren. Immerhin sind diese bei allen Völkern und Kulturen der Welt aus allen Zeiten zu finden. Was natürlich logisch ist, da diese existieren oder existierten und auch ihre Existenz irgendwie erklären wollten.

Demnach denke ich, dass wir auch solche Erzählungen von einer Schöpfung der Menschheit durch Götter so betrachten können und dürfen. Wie genau diese Schöpfung aussah, weiß ich nicht. Die Menschwerdung ist weltweit überaus spannend überliefert worden und weißt neben sehr deutlichen Parallelen auch Unterschiede auf. Vermutlich haben die Astronautengötter prinzipiell den eigentlichen Sprung zum Menschen ausgelöst, was in der Erinnerung der Menschheit als „Schöpfung“ erhalten blieb.

Durchaus kann ich mir aufgrund meiner Beschäftigung mit dem spannenden Thema „Schöpfungsmythen“ aber auch eine physische (genetische) Manipulation der frühen Menschheit vorstellen.

 

Frage 6: Gibt es irgendwas wo du von dir aus sagen könntest dieses Mysterium existiert? Wie das Leben nach dem Tod, Geister und UFOs …

 

Alle drei genannten Beispiele existieren fraglos. Dass es ein UFO-Phänomen gibt, ist natürlich vollkommen unumstritten. Seit Jahrzehnten ist das Phänomen bekannt und niemand leugnet es. Schließlich werden UFOs gesehen. Der Streit herrscht hier bei der Deutung und Definition des Phänomens an sich.

Bei Geistern ist es eigentlich genauso. Obwohl bei diesem Thema die spirituelle und vor allem emotionale Komponente höher angesiedelt ist.

Beim Thema Leben nach dem Tod wiederum sind diese Komponenten unvergleichlich intensiver und überhaupt nicht mehr auszuklammern. Vor allem liegt es natürlich daran, dass wir alle einmal sterben werden. Das ist der gewaltige Unterschied zu UFOs oder Geistern, da natürlich niemand weiß, ob er mal ein solches Phänomen sieht oder erlebt. Jeder weiß aber im Voraus, dass er irgendwann sterben wird.

Persönlich bin ich überzeugt, dass UFOs, Leben nach dem Leben und Geister als Phänomene im eigentlichen Sinn existieren. Ich bin sogar davon überzeugt, dass alle drei Themen zusammengehören, wie ich es in zwei oder drei Büchern darzulegen versuchte. Damit meine ich, dass UFOs nicht nur irgendwelche Fehldeutungen etc. sind, sondern zum Teil Nicht-Irdisch bzw. Nicht-Weltlich. Geister-Erscheinungen, UFOs und Leben nach dem Tod fußen meiner Überzeug nach in einer Ursache. Besser ausgedrückt würde ich sagen, dass die Ursache und Herkunft dieser drei Mysterien in ein und demselben „Überraum“ liegt. Eine Art „anderen Dimension“ jenseits unseres bisherigen Begreifens.

Das heißt nicht, dass irgendwelche Aliens in ihren Raumschiffen von dem Stern X starten und linear eine Strecke zu uns fliegen. Über Lichtjahre hinweg. Vielmehr vermute ich, dass wir es hier mit Phänomenen zu tun haben, die eben aus einem solchen „Überraum“ stammen. Einige mögen hier Paralleluniversum sagen, aber grundsätzlich meine ich dasselbe.

Hierfür gibt es Hinweise, die wiederum alles andere als wirkliche Beweise sind. Dass wir oder unsere Lieben nach dem Tod aber weiter existieren, ist wohl der Wunsch aller Menschen. Wer weiß …

 

Frage 7: Was sind in der nächsten Zeit so deine Pläne? Wird bald ein neues Buch erscheinen oder wirst du neue Orte besuchen?

 

Wenn es die Zeit und Muße erlaubt, schreibe ich nebenbei an einigen Büchern. Genaugenommen habe ich in den letzten Jahren zahllose Buchprojekte im Kern vorbereitet. Doch es fehlt die Zeit und die Ruhe, da ich ja sehr viel mit der Online-Arbeit beschäftigt bin. Und selbst da ist lange nicht alles fertig, perfekt oder soweit erledigt. Bucharbeit wird eben oft durch Online-Arbeiten unterbrochen. Wobei ich auch online eigentlich noch so einige Pläne habe oder hatte.

Was Bücher betrifft, sind einige Informationen oder Quellen darin oftmals schon veraltet oder es gibt Neues, wenn es gerade aus der Druckerei kommt. Unsere digitale Informationswelt liefert in Millisekunden.

Interessante Neuigkeiten aus dem weiten Feld der „Rätsel der Welt“ gibt es grundsätzlich ja sehr häufig. In Windeseile sind sie im Netz zu lesen und man kann wunderbar darüber debattieren und streiten, bis nur kurz darauf weitere Informationen dazu kommen. Oder eine andere Meldung die Runde macht. Man denke an die spannenden Entdeckungen von Hohlräumen in der Cheops-Pyramide von Gizeh, die jeder Interessierte online verfolgen konnte. Was mögen diese Leerräume verbergen, von denen der Größte über der „Großen Galerie“ an die 30 Meter lang sein könnte? Bei der Schnelligkeit der Informationen dazu kann kein Buch mithalten.

Das große viel zitierte Zeitungssterben aufgrund des Internet betrifft auch den Buchmarkt. Speziell in unserem Fall die Grenzwissenschaft. Nicht nur, dass die „Generation Kostenlos“ für nichts mehr bezahlen will, sie will Infos direkt und umgehend frei Haus ohne Kosten haben. Eine Gegenleistung steht für viele nicht zur Debatte.

Das merken auch Zeitschriften, deren Abonnenten schwinden. Online-Plattformen zur Grenzwissenschaft, die ihre Kosten und Arbeiten durch ein Bezahl-Abo oder Premium-Bereich finanzieren wollen, sind für viele schon zu viel des Guten. Selbst Werbung auf kostenlosen Internetseiten & Co. passt der „Generation Kostenlos“ schon nicht.

Aus Gesprächen mit Lektoren und Verlagsmitarbeitern weiß ich, dass genau dies eines der Probleme ist. Blickt man auf den schon immer recht kleinen Markt der Grenzwissenschaft, wollen etablierte Verlage diese Themen nicht mehr wirklich angehen. Sie kommen in Wellen, wie mir einer meiner Lektoren vor Jahren schon sagte. Hier bleibt als einzige Möglichkeit seine Bücher in Kleinverlagen oder selber zu veröffentlichen, was aber selten kostendeckend geschieht.

Wer heute echte Bücher aus Papier zur Grenzwissenschaft erfolgreich verkaufen will, muss mit „Sensationen“ daher kommen. So, wie man es auf dem Markt sieht. Diese „Enthüllungen“ und „spektakulären Erkenntnisse“ können dabei ruhig verdreht, erfunden oder schlicht Unsinn sein. Nachprüfbare Quellen sind nicht nötig. Je unglaublicher die Aussagen, je besser der Verkauf dieser Werke.

Ist das nicht eigentlich ein trauriges Unding?     

Natürlich gibt es Ausnahmen, es gäbe dazu viel zu berichten. Es zeigt jedoch, warum viele Mystery-Autoren heute online publizieren. Persönlich bevorzuge ich übrigens auch in Zeiten von eBooks das gedruckte Buch und habe erst zwei eBooks jemals im Leben gekauft.

 

Frage 8: Gibt es irgendwas was du gerne unseren Lesern mitteilen möchtest?

Bleibt neugierig …

Denn „die Wissenschaft fängt eigentlich erst da an interessant zu werden, wo sie aufhört“, wie es der deutsche Chemiker Justus von Liebig (1803 – 1873) einstmals so treffend formulierte. Und wo Wissenschaft aufhört ist die Grenze, also die Grenzwissenschaft, sofern man es für sich so sehen möchte.

 

Frage 9: Hattest du schon mal ein paranormales Erlebnis?

Zu meinem großen Bedauern leider nein. Zumindest nicht, dass ich mich erinnern kann. Ich würde aber sehr gerne mal eine solche Erfahrung machen. Aber lieber würde ich mal einem Alien begegnen …

 

Frage 10: Hier zum Abschluss noch möchte ich dich bitten, ein bisserl Eigenwerbung zu machen. Was könnte für unsere Leser interessant sein? (Video Verlinkung und Bildern)

 

Dazu verweise ich mal spontan und sehr gerne auf meine drei „Hauptseiten“ im Netz:

Meinen Video-Kanal bei YouTube, der seit 2012 online ist: https://www.youtube.com/FischingerOnline

Meinen Blog zur Grenzwissenschaft: https://www.fischinger-blog.de/

Meine Facebook-Seite zu „Grenzwissenschaft & Mystery Files“: https://www.facebook.com/MysteryFiles/

Und meine Vita als Autor – ein etwas anderer und sehr persönlicher Lebenslauf und wie ich zum „Jäger des Phantastischen wurde“: https://www.fischinger-blog.de/vita-alles-ueber-den-autoren-blogger-und-journalisten-des-phantastischen-lars-a-fischinger/

 

Im besten Sinne bedanke ich mich herzlichst für deine Antworten.

 

Noch ein kleines Nachwort der Lars A. Fischinger ist auch ein Partner von RealMystery so auch ein Mitglied unserer Community – von RealMystery

@RealMystery

9 thoughts on “Das Interview mit Lars A. Fischinger

  1. Hmm, wieder diese Behauptung, fast jeder würde sich eine weitere Existenz nach dem eigentlichen Leben wünschen. Also ich finde den Gedanken unerträglich, nach meinem Tod weiterleben zu müssen. In welcher Form auch immer. Und schon garnicht mit den Leuten, die mich in meinem Leben schon so genervt haben. Nee wirklich, was bitte soll daran so schlimm sein, wenn alles endet wenn man stirbt? Was ist so schlimm daran, sich am Ende einfach aufzulösen und garnichts zurückzulassen, ausser Erinnerungen anderer an mich? Das Leben ist schon schlimm genug, da baut es mich nicht sehr auf, zu hören, danach soll es noch weitergehen. Das ist ja wie Feierabend zu haben und danach zum Zweitjob zu fahren. Nee nee, ohne mich. Wenn ich sterbe höre ich auf zu existieren. und zwar alles von mir. Und diesen Gedanken finde ich sehr beruhigend und tröstend.

  2. Der Chemiker heißt Justus von Liebig, nicht Liebling. Der sollte auch einem Jäger des Phantastischen (oder seinen Interviewern) bekannt sein. Er erfand viele nützliche Dinge, unter anderem den Liebig-Kühler und den Liebig-Fleischextrakt. Außerdem entdeckte er das Chloroform.

    1. Da hat wohl die Autokorrektur zugeschlagen(?) Womöglich benutzt jemand der Beteiligten das Wort „Liebling“ so oft, dass sein „lernfähiger“ KI-Korrektor es eingesetzt hat, weil er „von Liebig“ nicht kennt…

  3. Danke Lars Fischinger für die Zeit und die Antworten.

    Als „Fan“ freue ich mich sehr und auch immer darauf, Lars mit seiner Bücherwand in YouTube zu sehen,
    und darum wiederhole ich es gerne hier nochmal, ich würde sehr gerne mal in deinem Stuhl sitzen und schmöckern.
    Gute weitere Erfolge
    Sedna

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