Die Spanische Grippe: Mysteriös und tödlich

Diese mysteriöse Grippe tötete 25, 50 oder sogar 100 Millionen Menschen weltweit. Selbst über die Todesopfer sind sich die Historiker nicht einig. Eines ist aber sicher: Die Spanische Grippe forderte mehr Todesopfer als jede Pestwelle und war das größte Massaker, das Krankheitserreger je unter der Menschheit anrichteten.

Da sie jedoch während des Ersten Weltkrieges stattfand, fand sie nicht die Beachtung, die sie zu Friedenszeiten gehabt hätte. 

Der Patient 0

Es ist nicht 100% sicher, aber als Patient 0, also als der erste, der mit der Spanischen Grippe infiziert war, wird fast immer der Gefreite Albert Gitchell, Koch in der Kantine des Militärlagers Fort Funston in Kansas, USA, angegeben. Schon am nächsten Tag stieg die Zahl der infizierten auf mehr als 500, so dass eine Lagerhalle zusätzlich zum Lazarett eingerichtet werden musste. Kurz darauf folgten die ersten Todesopfer unter den kräftigen, jungen Rekruten; Millionen sollten ihnen in kurzer Zeit ins Grab folgen. Da während des Krieges ständig Einheiten, also Soldaten, verlegt wurden, benötigte der Virus nur 7 Tage, um von Kansas nach New York zu gelangen, eine Stecke von fast 2.000 km. Die Millionenmetropole New York bot dem Virus jede Menge neue Wirte und einen hervorragenden Ausgangspunkt in die ganze Welt, da von New York aus Schiffe mit Soldaten an die Westfront starteten. An der Front angekommen gelang dem Virus das, was den Soldaten nicht gelang, es durchbrach die Frontlinie und breitete sich somit auch bei den französischen und britischen Soldaten aus. Neben den Soldaten erkrankten auch massenhaft Zivilisten, insbesondere, da diese häufig unterernährt und schwach waren.

Ein Lehrer, ein angeblicher Augenzeugen aus der Zeit berichtete, dass die Schüler „ … einfach mit ihren Körpern nach vorn auf das Pult fielen, wie eine Pflanze, der man die Wurzeln vergiftet hat.“

Eines der wenigen Bilder aus der Zeit der Spanischen Grippe: Militärnotfallkrankenhaus in Kansas.
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Warum hieß die Krankheit „Die Spanische Grippe“?

In den kriegsführenden Ländern gab es keine freie Presse mehr und man wollte die Moral der Truppe nicht mit Informationen über eine tödliche Grippe schwächen. Im neutralen Spanien hingegen wurde in der Presse frei über die Grippe berichtet, insbesondere, als im Frühjahr 1918 der spanische König und das halbe Kabinett an der Infektion erkrankten. Da die Berichte über die Grippe also fast ausschließlich in der spanischen Presse zu finden waren, bekam die Krankheit den Namen „Spanische Grippe“. Dieser Name wurde von der spanischen Presse selbst geprägt.

Die Sterberate war extrem hoch

Die Spanische Grippe verlief in drei Wellen, vom Frühjahr 1918 bis 1920, wobei die zweite Welle im Herbst 1918 die meisten Todesopfer forderte. Auffallend war, dass insbesondere Personen zwischen 20 und 40 dem Virus erlagen und nicht, wie sonst üblich, eher alte und sehr junge Menschen. Dazu gibt es mehrere Theorien: Es wird angenommen, dass die älteren Menschen durch die Grippepandemie von 1889 / 1890 immunisiert waren. Andere Wissenschaftler nehmen an, dass gerade das stärkere Immunsystem der jungen Menschen auf das Virus überreagierte und somit die infizierten praktisch vergiftete, was auch häufig an der blau-violetten Verfärbung der Sterbenden zu erkennen war. Die meisten Menschen starben schließlich an akutem Lungenversagen.

Ende 1918 gab es praktisch kein Land auf der Erde, das von der Spanischen Grippe verschont blieb, selbst in Indien, China und Brasilien war sie angekommen. In Kanada wurden einige Urvölker völlig ausgelöscht. Die damalige Weltbevölkerung betrug etwa 1,5 Milliarden Menschen, davon steckten sich 1/3, also 500 Millionen an und es starben schließlich – nach unterschiedlichen Schätzungen – zwischen 25 und 100 Millionen Menschen.

Neuste wissenschaftliche Erkenntnisse

deuten auf ein Virus hin, welches auch heute hin und wieder in der Presse auftaucht. Es wird vermutet, dass die der Erreger der Spanischen Grippe aus Teilen eines Vogelgrippe-Virus und einer menschlichen H1-Virus-Variante bestand. Dies folgern die Wissenschaftler aus Rekonstruktionen der Mutationsraten. Das könnte auch erklären, warum ältere und jüngere Menschen dem Virus nicht so häufig zum Opfer vielen, sie waren durch normale Grippewellen auf das Virus vorbereitet, nicht so die 20 bis 40jährigen, die mit einer anderen Variante des Grippevirus in Kontakt gekommen sind, mit dem H3N8 Virus. Gegen die H1 Variante waren sie schutzlos. Der entscheidende Faktor scheint die frühe Immunität gegen gewissen Varianten des Virus gewesen zu sein.

Spanische Grippe und der Verlauf der Welt

Es wurde vielfach die Überlegung angestellt, ob der Verlauf des Krieges ohne die Spanische Grippe völlig anders gewesen wäre und wir heute in einer anderen Welt bzw. in einer anderen Aufteilung der Staaten leben würden. Militärexperten schließen das aus, da praktisch alle Kampftruppen gleichermaßen durch das Virus geschwächt waren. Andere jedoch sind der festen Überzeugung, dass der Krieg, insbesondere für Deutschland, einen anderen Verlauf genommen hätte.

Verschwörungstheorien?

Auch zu diesem Thema gibt es Gruppierungen, die sich die Herkunft und den Verlauf der Krankheit völlig anders erklären.

Impfgegner führen an, dass nur diejenigen erkrankten und starben, die ein Impfung erhalten hatten. Das belegen die Impfgegner auch mit Einzelschicksalen und Überlebenden, die nur überlebt haben sollen, da sie sich gegen eine Impfung entschieden hatten. Kranke, die nicht in Krankenhäuser gingen und nicht mit Medikamenten, sonder mit Naturheilverfahren behandelt wurden, überlebten angeblich zu 100%. All diese Daten sind nicht aber nicht kontrollierbar. Die Soldaten wurden tatsächlich gegen viele Krankheiten geimpft, da sie weltweit eingesetzt werden sollten. Somit macht die These schon Sinn. Dagegen spricht allerdings, dass auch die Zivilbevölkerung an der Krankheit erkrankte und starb und für diese Personengruppe waren – auch aus Geldmangel – keine Massen-Impfungen vorgesehen.

Wegen der Zensurpolitik in der Kriegszeit kursierten auch Gerüchte, die Pest sei zurück gekehrt oder es wäre die Strafe Gottes. Ein Arzt aus Konstantinopel war überzeugt, dass die Krankheit durch die Leichen auf den Schlachtfeldern verursacht würde.

Die Deutschen wurden verdächtigt, Biowaffen eingesetzt zu haben oder Aspirin-Tabletten vergiftet zu haben. Allerdings starben auch in Deutschland massenhaft Menschen an der Spanischen Grippe, so dass die Vorwürfe wenig sinnvoll erscheinen.

Der Krieg war zu Ende, die Spanische Grippe lebt ein letztes Mal auf

Am 11. November 1918 endete der Erste Weltkrieg. Die Soldaten kamen heim und alle lagen sich in den Armen und bejubelten das Ende des Krieges, eine perfektes Szenario für das Virus, um sich nochmals weltweit auszubreiten und massenhaft zu verteilen.

Das brachte die Verschwörungstheorien nochmal ordentlich in Schwung: Deutsche Agenten sollen Konservendosen vergiftet haben oder Viren bei Menschenansammlungen verbreitet haben. In die Geschichte ging folgende Warnung militärischer Ärzte an ihre Kollegen ein: „Finden Sie jeden verfügbaren Tischler und Schreiner und lassen Sie sie Särge herstellen. Dann nehmen sie die Straßenarbeiter und lassen sie Gräber ausheben. Nur dann habe Sie eine Chance, dass die Zahl der Leichen nicht schneller steigt, als Sie sie beerdigen können.“

Wissenschaft contra Verschwörungstheorien:

Auch wenn die Verschwörungstheorien zu der Spanischen Grippe immer mal wieder aufflammen, halte ich persönlich doch die wissenschaftliche Erklärung in diesem Fall für weitaus glaubwürdiger und nachvollziehbarer. Die Mutationen der Virenstämme der Vogelgrippe und der Schweinegrippe schaffen es auch heute noch so zu mutieren, dass sie in den Medien auftauchen und sie stellen auch heute noch eine ernsthafte Gefahr dar.

Falls es das Virus schaffen sollte, nochmals eine sehr aggressive und neue – für den Menschen schnell ansteckende und tödliche – Variante auszubilden, könnte eine derartige Situation nochmals vorkommen. Einige Mediziner meinen jedoch, dass es in dem Ausmaße von 1918 / 1919 nicht mehr vorkommen könnte, da die Welt besser vorbereitet wäre. Entweder mit geeigneten Medikamenten oder aber mit Quarantänestationen.

Ein ganz besonderer Fall der Spanischen Grippe

Hinter jedem der vielen Millionen Todesfälle steht ein individuelles Schicksal. Eines davon ist entscheidend für die Welt geworden. In New York suchte im Mai 1918 die Spanische Grippe eine deutsche Einwanderfamilie heim. Der Familienvater hatte eine stattliche Lebensversicherung abgeschlossen und starb im Mai 1918 an den Folgen der Spanischen Grippe. Der Sohn der Familie überlebte und kaufte mit dem Erlös der Lebensversicherung die ersten Immobilien. Es sollten weitere folgen, bis schließlich ein Imperium entstand.

Der Name des an der Spanischen Grippe verstorbenen Familienvaters: Friedrich Trump.

 

Quipu

35 Kommentare

    1. Hi Quipu,
      vielen Dank für den sehr spannenden und informativen Artikel. Man hat zwar schon von der Spanischen Grippe gehört, aber viele der hier beschriebenen Hintergrundinformationen kannte ich noch nicht.

      Ehrlich gesagt, glaube ich durchaus, dass eine erneute Mutation eines solchen Grippevirus sehr wohl gefährlich für unsere moderne Zivilisation werden könnte. Zwar verweisen Mediziner auf den technischen Fortschritt, aber gerade der könnte uns heute zum Verhängnis werden, denn in der globalisierten Welt, hätte solch ein Virus es verdammt leicht sich schnell auszubreiten. So hat sich 2009 die Schweinegrippe rasant ausgebreitet, glücklicherweise war der Krankheitsverlauf dieser Grippe verhältnismäßig harmlos.

      Dir noch eine gute Besserung 🙂

  1. Interessant, daß zwei extrem tödliche Ereignisse, Erster Weltkrieg und Spanische Grippe, sich zeitlich überschnitten haben. Wer weiß, wenn die Pandemie früher ausgebrochen wäre, hätte es vielleicht geheißen: „Sehr geehrte Kriegsteilnehmer, leider fällt der Krieg wegen Krankheit bis auf weiteres aus!!!“

  2. Erstaunlich dass so eine Epidemie gerade einmal 100 Jahre her ist. Zwar wird der Krieg damals auch wie ein Beschleuniger gewirkt haben, da die Bevölkerung durch die Kriegsjahren geschwächt war – aber es ist schon erschreckend wie weit sich eine solche Krankheit ausgebreitet hat, obwohl die Welt damals nicht so globalisierst war. Man mag sich gar nicht vorstellen wie eine solche Epidemie in unserer modernen Zeit ausbreiten bzw wüten würde.

  3. Super Beitrag, ich wusste zwar von der Spanischen Grippe aber hab mir nie die Mühe gemacht herauszufinden was es genau damit auf sich hat! Jetzt bin ich ein wenig klüger als ich es noch vor 3 Minuten war
    Gute Besserung

    1. Der Patient Null wird von Tieren angesteckt, das ist dann der erste Fall, in dem ein Virus von einem Tier so mutiert, dass es auch den Menschen befallen kann. Eine Ebola-Studie zeigt, dass Patient Null höchstwahrscheinlich von einer Fledermaus infiziert worden ist. Der Koch Albert Gitchell könnte sich also durchaus über einen Vogel infiziert haben.

  4. Hallo Allerseits,
    Quipo unter dem Bild mit den Soldaten im Schützengraben, sollte da wohl 1918 und nicht 2018 stehen.
    Zitat „Ende 2018 gab es praktisch kein Land auf der Erde, das von der Spanischen Grippe verschont blieb, selbst in Indien, China und Brasilien war sie angekommen. In Kanada wurden einige Urvölker völlig ausgelöscht.“ Zitat ende.

    Tolle Zusammenfassung Quipo, von mir gibt es beide Daumen hoch …^^

      1. Bitte bitte Quipo,

        aber lieber Quipo wie du das Wort „Verschwörungstheorie“ einsetzt ist nicht nett von dir denn:“
        Zitat Anfang
        Im April 1967 schickte die CIA in Zusammenhang mit dem Prozess um den Mord an Kennedy aus ihrer Abteilung für psychologische Kriegsführung eine Anweisung an alle CIA-Stationen. In dem Schreiben wurden Hinweise gegeben, wie mit Kritikern umzugehen sei, und der bis dahin gebräuchliche Begriff »assassination theories« (Attentats-Theorien) durch »conspiracy theories« – also »Verschwörungstheorien« – ersetzt.
        Das bis dahin neutrale Wort »Verschwörungstheorie« wurde so vor allem unter Journalisten der großen Medien zu einem Kampfbegriff der CIA umgemünzt. Und den Kritikern wurde unterstellt, dass sie als »Verschwörungstheoretiker« allein aus staatsfeindlichen und/oder kommerziellen Gründen unterwegs sind. Genau das sind die Ursprünge des journalistischen Kampfbegriffs der »Verschwörungstheorien«.
        Zitat Ende
        Quellen:
        Kopp-Verlag, Redaktion: Lügen, Leid und Propaganda: Wachsender Druck auf die LeiDmedien; 3.11.2014

        Den Begriff „Verschwörungstheorie“ sollte man verbieten, denn Fakten können sich nicht verschwören
        Zitat von Michael Palomino (2006 / 2011)

        1. Hallo AdElZKrOnE,
          ich weiß, dass einige den Begriff „Verschwörungstheorie“ nicht mögen. Ich benutze ihn nur, weil er genau das beschreibt, was ich wiedergeben möchte. Eine Theorie, die auf Verschwörungen beruht. Der Kopp-Verlag versucht geschickt, den Begriff anders zu deuten, nämlich, dass sich die Fakten verschwören und nicht eine Verschwörung hinter den von mir beschriebenen Theorien verbirgt. Eine Verschwörung heißt noch lange nicht, dass es nicht so gewesen sein kann. Die Impfgegener beispielsweise deuten an, dass die Spanische Grippe durch Impfungen hervorgebracht worden ist. Falls dies so ist, muss eine Verschwörung dahinter stecken, da es sonst öffentlich gemacht worden wäre. So wie damals bei dem Kontagan-Skandal von 1958.
          Interessant ist auch die Wortherkunft: Das Wort „Verschwörungstheorie“ wurde in Deutschland erstmals am 17. Juli 1946 schriftlich festgehalten und zwar am 81. Tag des Nürnberger Prozesses. (Quelle: https://www.dwds.de/r?corpus=public&format=kwic&limit=10&q=Verschw%C3%B6rungstheorie&date-start=1940&date-end=1949 ) Es wurde für eine Gruppe benutzt, die nachweislich keine Nationalsozialisten waren. Einige glauben, dass der Begriff erst im Jahre 1967 durch die CIA geprägt worden ist, dem ist nicht so.
          Da der Begriff „Verschörungstheorien“ aber immer wieder zu nachfragen führt, könnte ich mir für die Zukunft vorstellen, den Begriff durch „Alternative Theorien“ zu ersetzen, oder hast du einen besseren Vorschlag für einen Begriff, nicht für einen ellenlange Beschreibung.
          Danke für deine Kritik!

          1. Hi Quipo,
            „alternative Fackten oder Theorien legen dar“ hört sich doch auch ganz gut an.

            Klar da hast du ja auch vollends Recht mit der Begrifflichkeit der sogn. „Verschwörungstheorie“, da könnte ich selbst wenn ich wollte, nicht gegen argumentiern. Der Begriff wird halt oft als Totschlagargument genutzt, was wie ich finden, nicht sehr nett ist.

            Es ist echt klasse das Ihr von der Mysterybande so bedacht darauf seit, mit uns im Dialog zu stehen. Also danke nochmals für die rasche Antwort von dir Quipo.

  5. vielleicht ist diese spanische Grippe ein künstliches Gift, bei dem die Menschen dann verenden?. Ähnlich ist meine Vermutung auch bei der Pest, die im Mittelalter ausbrach, mit der Pest tauchte auch der sogenannte Sensemann auf mit einer Sense, evtl war es ja keine Sense, sondern ein Gerät zum versprühen der Pest? Auszuschließen war es nicht, die hohen Herrscher damals hatten genug gebildete Diener um sich die so etwas entwickeln konnten

  6. Guter Beitrag, aber die Geschichte der Spanischen Grippe ist leider noch nicht zu ende!
    in den Jahren 1997 bis 2004 suchten Biologen nach Überresten der Spanischen Grippe https://www.zeit.de/1998/37/Leichen_im_Permafrost in gefrorenen Leichen die im Permafrost konserviert waren, Der Hintergrund dieses Projektes bestand darin den Virus besser zu verstehen um einer zukünftigen Pandemie vorzubeugen. Allerdings war das nur ein vorgeschobener Grund, denn das US Militär, hatte ein sehr großes Interesse an diesem Virus! Wie auch immer letztendlich fanden die Biologen solche Leichen in Alaska: http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/leichenfund-im-permafrost-vogelgrippe-toetete-schon-einmal-millionen-a-285121.html

    und wie zu erwarten war, rekonstruierte das US Militär in kurzer Zeit darauf den Virus

    http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/verheerendes-virus-us-armee-experimentiert-mit-spanischer-grippe-a-268984.html

    https://www.heise.de/tp/features/US-Militaerlabor-forscht-mit-Genen-des-gefaehrlichsten-Grippevirus-3431575.html

    https://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/gesundheit/vereinigte-staaten-virus-der-spanischen-grippe-rekonstruiert-1278199.html

  7. Danke für den interessanten Bericht.
    Bis jetzt bin ich von ausgegangen, dass es weder Vogel- noch Schweinegrippe gibt, die auf Menschen übergeht. Da wird viel behauptet und manchmal Impfung verkauft. Es ist halt eine Grippewelle, die jedes Jahr mehr oder weniger rund geht und in manchen Jahren fällt sie stärker oder schwächer aus.
    Ein Krieg hinterlässt so starke Traumata und körperliche Schwächungen. In allen Kriegsgebieten tauchen nach einem gewissen Zeitraum schwere Epidemien auf. Was halt schon seltsam anmutet, ist, dass die Erkrankungswelle durch die Welt gelaufen ist und nicht im Kriegsgebiet geblieben ist.
    Der erste Weltkrieg soll laut Augenzeugenberichten extrem brutal verlaufen sein. TB und Lungenerkrankungen gehen bei Kriegen meist mit einher. Da bleibt für mich die Frage, wieviel Schock der erste Weltkrieg auch über das Kriegsgebiet hinaus hinterlassen hat? Wenn Angst zu sterben bei einer Erkrankung mit hinzukommt, weil so viele schon dran gestorben sind, dann führt das häufiger zum Tod, als wenn man davon ausgeht, dass man „nur“ eine schwere Grippe hat.

  8. „Der Name des an der Spanischen Grippe verstorbenen Familienvaters: Friedrich Trump.“

    BAM das hat reingehauen. Da denke ich sofort an Zeitreisend und diverse Manipulationen aber ich nasche auch gelegentlich Pflanzen vom Waldrand.

  9. Ich denke, dass sich die spanische Grippe aufgrund der damaligen Lebensverhältnisse und auch der hygienischen Verhältnisse schnell ausbreiten konnte. Gerade wenn es sich um eine sogenannte Tröpfcheninfektion handelte. Die Verschwörungstheorie von „den bösen Deutschen“ ,die angeblich eine Biowaffe eingesetzt haben ,halte ich für damalige Kriegspropaganda. Deutschland (damalig noch deutsches Kaiserreich) wurde ja nun schon vor dem 1 WK kritisch beäugt, angesichts der sich entwickelnden Großmachtstellung in Europa und Vorreiterstellung in Sachen Forschung und Technik. Propaganda und Desinformation , auch sogenannte false flag Aktionen spielten und spielen in jedem Krieg eine große Rolle. Im Oktober 1918 wurde in der spanischen Presse verbreitet, dass es sich um eine Biowaffe der Deutschen handelte. Die Zeit vor, während und nach dem 1 WK war weltweit in Aufruhr und turbulent.Die Schriften von Karl Marx , ca. Anno 1844 und seine Kritik am Humanismus, der er die Idee und Ideologie des Sozialismus gegenüberstellte, waren zum einen auch Mitursache am entstehen des 1 WK ( 1914 – 1918) . Die Oktoberrevolution 1917 in Rußland ( der Zar Nikolaus 2 war Cousin von Wilhelm 2 , deutsches Kaiserreich) beeinflußte den Kriegsverlauf. Persönlich sehe ich in der Grippewelle nichts mystisches (unerklärliches). Damalig waren die häufigsten Todesursache tatsächlich Erkältungen und auch Grippeinfektionen. Da es sich um einen Weltkrieg handelte, in dem global Truppen verschoben wurden, reiste der Erreger mit den Truppen mit. An der Front waren Männer zwischen 20 und 40 im Einsatz, so dass ich es nicht ungewöhnlich finden, dass gerade diese betroffen waren. Die Männer waren durch den Kriegseinsatz, in dem auch Giftgas eingesetzt wurde, durch Hunger und Kälte, samt Nässe geschwächt. Ideale Bedingungen zur Ausbreitung von Bakterien, Viren und Pilzerkrankungen aller Art. Es hätte keinen mutierten Erregerstamm benötigt, um so wüten zu können, wie die spanische Grippe gewütet hat. Lazarette befinden sich hinter einer Front. Dort kamen dann auch Zivilisten mit erkrankten und verwundeten Soldaten in Kontakt. So konnte der Erreger auch die Zivilisten erreichen. Vor allem wenn man die Lebens- und hygienischen Bedingungen der damaligen Zeit bedenkt und die , aus heutiger Sicht, beschränkten medizinischen Möglichkeiten . Gerade in Kriegen haben Erreger aller Art Hochkonjunktur. Diese finden in den Zuständen, die zu geschwächte Menschen führen, ein wahres El Dorado zur Verbreitung. Auch Fronturlaube und Heimatbesuche trugen dazu bei, den Erreger weiter zu verbreiten. So wie Schützengräben im 1 WK aussahen wundert es mich nicht, dass in Verbindung mit Kälte und Hunger, mangelnder Kleidung ( Probleme bei der Nachschubversorgung der Soldaten ) diese von Grippeviren oder auch Erkältungen dahingerafft wurden. Für mich ist da nichts Mystisches oder Mysteriöses dabei.

  10. Nichts für ungut, aber ich war schon etwas entäuscht, hier so einen Beitrag zu finden. Hab bis dato lediglich die Artikel vom MM angesehen. Ich möchte wirklich jedem den gutgemeinten Rat geben, sich mal intensiver mit dem Thema Impfen auseinander zu setzen. Offensichtlich gibt es leider immer noch Menschen, die der Meinung sind, daß hier alles in Bewegung gesetzt wird, um die Bevölkerung bei bester Gesundheit zu halten. Naja…
    Zur spanischen Grippe:
    1. Die „Spanische Grippe“ war nicht ansteckend: Bei entsprechenden Menschenversuchen in Boston und San Francisco im Herbst 1918 erkrankte, trotz aller Bemühungen, nicht eine der Versuchspersonen durch normale Ansteckung.
    2. Geografischer Ursprung und Verlauf der Pandemie sind völlig unklar und beruhen auf unbestätigten Einzelberichten, denen zufolge die Seuche sogar auf mehreren Kontinenten gleichzeitig (!) ausgebrochen sein müsste.
    3. Für einen Zusammenhang zwischen damaligen lokalen Ausbrüchen gibt es keine Beweise.
    4. Bei Krankheitsverläufen und Symptomen gab es große Unterschiede.
    5. Bis heute kann niemand erklären, warum in erster Linie gesunde junge Erwachsene betroffen waren – und nicht die Schwachen und Alten, wie man eigentlich meinen sollte.
    6. Während man heute glaubt, dass die Spanische Grippe von einem Influenza-Virus verursacht wurde, impfte man 1918 massenhaft gegen ein Bakterium (Haemophilus influenzae) – angeblich mit großem Erfolg.
    7. Zahlreiche Zeitgenossen sahen einen Zusammenhang zwischen den Massenimp-fungen jener Zeit (insbesondere gegen Pocken und Typhus) und darauf unmittelbar folgenden Krankheitswellen. Augenzeugen zufolge erkrankten nur Geimpfte an der „Spanischen Grippe“.
    8. Historiker wundern sich heute, dass die Umstände der „Spanischen Grippe“ in Publikationen von Ärzten jener Zeit mehr oder weniger totgeschwiegen wurden.
    9. Bis zum heutigen Tage werden die Massenimpfungen jener Zeit (u.a. gegen „Influenza“) nicht thematisiert und auch ihr möglicher Zusammenhang mit der „Spanischen Grippe“ nicht aufgearbeitet.

    Wissenswertes zu Grippe:
    1. Influenza-Erkrankungen und -Todesfälle sind in Deutschland per Gesetz meldepflichtig. Die Fakten: Jährlich werden etwa 6.000 Erkrankungen und im Durchschnitt etwa 15 Todesfälle gemeldet. Die Fantasiezahlen der Behörden (jährlich bis zu 30.000 Tote) stammen aus Schätzungen von Institutionen, die von Impfstoffherstellern finanziert werden!
    2. Gerade in den Bevölkerungsgruppen, die bei einer Influenza schwerer erkranken können, haben die Influenza-Impfstoffe selbst aus schulmedizinischer Sicht die schlechteste Schutzwirkung (Kinder 14%, über 60jährige 50%, mit steigendem Alter weiter sinkend)!
    3. Da durch ständige Veränderungen im Erbgut jedes Jahr neue Influenza-Viren entstehen, hinkt die Impfstoffproduktion immer um ein Jahr hinterher, d. h. die Impfstoffe passen nur selten zu den tatsächlich zirkulierenden Virensträngen!
    4. Derzeit ist keine echte Bedrohung durch ein „Supervirus“ zu erkennen. Die Pandemiepanikmache ist deshalb weder nachvollziehbar noch angebracht!
    5. Die Vogelgrippe tritt nur äußerst vereinzelt beim Menschen auf und ist nicht ansteckend!
    6. Die von vielen Staaten eingelagerten Medikamente sind laut Expertenmeinung im Ernstfall wahrscheinlich nicht wirksam!
    7. Die Produktion von Impfstoffen ist erst während der Pandemie möglich, und dann auch nicht in ausreichender Menge. Selbst wenn die Impfung etwas nützen würde, käme sie zu spät!
    8. Eine Influenza-Impfung schützt nicht vor der Vogelgrippe und auch nicht vor der Pande-mie!
    9. Die Pharmaindustrie saniert mit den Forschungs- und Fördergeldern aus den Pandemie-plänen ihre alten Impfstofffabriken und baut mit Hilfe von Steuergeldern ihre Kapazitäten aus!
    10. Die Politiker und Behörden bessern mit übereifrigen Aktivitäten im Zusammenhang mit den Pandemieplänen ihr angeschlagenes Image auf!
    11. Der beste Schutz im Ernstfall ist ein gut funktionierendes Immunsystem und eine ver-nünftige Verhaltensweise (ausreichend Schlaf, keinen Stress, warm halten, gesunde Er-nährung, Abhärtung, etc.)!

    Schön, daß du bis hierhin gelesen hast:) Es ließe sich hier noch eine Menge erstaunliches aufzählen

    Nur die Lüge braucht die Stütze der Staatsgewalt! Die Wahrheit steht von alleine aufrecht. (B. Franklin)

    grüße von tingltangl

    1. Hallo tinglrangl!
      Zitat: „Schön, daß du bis hierhin gelesen hast:)“ – Selbstverständlich lese ich alle Kommentare und konstruktive Kritik ist hier ausdrücklich erwünscht 🙂

      Zitat: „Ich möchte wirklich jedem den gutgemeinten Rat geben, sich mal intensiver mit dem Thema Impfen auseinander zu setzen. Offensichtlich gibt es leider immer noch Menschen, die der Meinung sind, daß hier alles in Bewegung gesetzt wird, um die Bevölkerung bei bester Gesundheit zu halten.
      Es ist wohl kaum zu leugnen, dass durch die Massenimpfungen viele Krankheiten fast ausgerottet worden sind. Klar ist aber auch, dass die Pharmaindustrie Milliarden an den Impfungen verdient und dieses System aufrecht erhalten will. Das bedeutet aber nicht zwangsläufig, dass Impfungen unsinnig oder gar gesundheitsschädlich sind, bis auf die wenigen Impfschäden, die es tatsächlich gibt.

      Dass die Spanische Grippe nicht ansteckend war, ist in wenigen Berichten zu lesen, die allermeisten gehen davon aus, dass sie ansteckend war. Wie sollen sich auch sonst so viele infiziert haben? Durch Impfungen wohl kaum, da wohl nicht in allen kriegsführenden Ländern der gleiche Impfstoff eingesetzt wurde und die Zivilisten in der Regel gar nicht geimpft wurden, doch auch sie wurden krank. Wie soll das ohne Ansteckung funktionieren?

      Zitat: „Bis heute kann niemand erklären, warum in erster Linie gesunde junge Erwachsene betroffen waren – und nicht die Schwachen und Alten, wie man eigentlich meinen sollte.
      Doch, ist auch im Text erklärt.

      Zitat: „Augenzeugen zufolge erkrankten nur Geimpfte an der „Spanischen Grippe“ Diese Berichte gibt es auf Seiten, die sich eindeutig gegen Impfungen aussprechen, dass dies dort behauptet wird, wundernt wohl niemanden. Wie im Bericht dargestellt, gibt es diese Behauptungen, doch es gibt auch gegenteilige Behauptungen.

      Zitat: „Influenza-Erkrankungen und -Todesfälle sind in Deutschland per Gesetz meldepflichtig. Die Fakten: Jährlich werden etwa 6.000 Erkrankungen und im Durchschnitt etwa 15 Todesfälle gemeldet. Die Fantasiezahlen der Behörden (jährlich bis zu 30.000 Tote) stammen aus Schätzungen von Institutionen, die von Impfstoffherstellern finanziert werden!
      Stimmt, die Zahlen sind tatsächlich sehr unterschiedlich, je nachdem, von wem mit welcher Intention sie verbreitet werden. Jetzt einfach anzunehmen, die Zahl 15 wäre korrekt ist ebenso unsinnig.

      Zitat: „Da durch ständige Veränderungen im Erbgut jedes Jahr neue Influenza-Viren entstehen, hinkt die Impfstoffproduktion immer um ein Jahr hinterher, d. h. die Impfstoffe passen nur selten zu den tatsächlich zirkulierenden Virensträngen!
      Das ist tatsächlich ein Problem bei der Grippeimpfung, aber fast nur bei der Grippeimpfung, das gilt nicht für andere Krankheiten, bei denen eine Impfung durchaus sinnvoll sein kann. Verantwortungsvolle Ärzte impfen aber immer erst, wenn der aktuelle, wahrscheinliche Grippestamm, der nach Deutschland kommen wird bekannt ist. Aber auch hier können Irrtümer auftreten, das ist völlig richtig.

      Zitat: „Die Vogelgrippe tritt nur äußerst vereinzelt beim Menschen auf und ist nicht ansteckend!
      Das ist nicht korrekt, es gibt einen nachgewiesenen Fall einer Ansteckung von Mensch zu Mensch, also einen nachgewiesen, wie viele es tatsächlich gibt, ist unklar. Es wird vermutet, dass der Erreger der Spanischen Grippe aus Teilen eines Vogelgrippe-Virus und einer menschlichen H1-Virus-Variante bestand.

      Zitat: „Die von vielen Staaten eingelagerten Medikamente sind laut Expertenmeinung im Ernstfall wahrscheinlich nicht wirksam!
      Das stimmt, das ist ein sehr lukratives Geschäft für die Pharmaindustrie.
      Den nächsten Punkten in deinem Kommentar (7 – 11) kann ich nur zustimmen.
      Allerdings gehe ich davon aus, dass die „Spanische Grippe“ ansteckend war, sonst ist eine solche Verbreitung nicht zu erklären. Da der Patient 0 nicht 100% identifiziert wurde, ist der Ausbruch unklar, dass er aber auf mehreren Kontinenten gleichzeitig ausgebrochen sein muss, ist ebenso nicht nachgewiesen. Zu Impfungen kann man stehen wie man will, eines ist klar: Es ist ein sehr lukratives Geschäft für die Pharmaindustrie, aber es hat auch viele Krankheiten nahezu ausgerottet. Impfschäden kommen vor, keine Frage, daher muss jeder für sich selber entscheiden, ob und gegen was er sich impfen lassen möchte. Man sollte sich nur nicht einseitig informieren und denjenigen, die im Internet besonders laut gegen Impfungen auftreten alles glauben. Man muss seine Filterblase in beide Richtungen verlassen, um sich eine Meinung zu bilden.

      Glaube keiner Statistik, die du nicht selber gefälscht hast.
      (Fälschlicherweise Winston Churchill)

      1. hallo quipus,
        vielen Dank für Deine Antwort. Ich verstehe deine Argumentation durchaus. Diese Sichtweise hatte ich auch mal. Ich habe mich viele Jahre mit dieser Thematik auseinander gesetzt.
        Vielleicht magst du irgendwann mal das Buch von Gerhard Buchwald „Impfen-das Geschäft mit der Angst“ lesen. Dort wird z.B. wunderbar in Diagrammen aufgezeigt, daß Impfungen nicht für den Rückgang von Krankheiten verantwortlich sind.
        Ich wünschte wirklich, ich könnte Fehler in meiner Sichtweise einräumen! Leider ist es aber so und ich habe mich zudem noch sehr zurück gehalten in meinen Ausführungen.
        Viele Grüße und Danke für Eure Arbeit und die gute Internetseite.
        tingltangl

        ps: ich hatte nicht dich gemeint mit dem Satz: …bis hierhin gelesen….
        Das war generell an alle gesendet.

  11. Lieber Quip,

    seht intressanter gut recherchierter Bericht! Für den Fall das du dich mal schrecklich langweilen solltest:
    könntest du mal rausfinden was es mit dem „Black Goo“ auf sich hat? Oder ist das sowieso nur Quark?

    Besten Gruß

        1. Danke für den Hinweis. Einnehmen werde ich das auf keinen Fall, das würde ich auch sonst niemandem raten; selbst nur aus Neugierde kaufen werde ich es nicht. Außerdem sollte jeder, der sich die Beschreibung durchgelesen hat, ernsthaft fragen, ob er zum Gewinn des Unternehmens beitragen möchte.

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