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Das legendäre Bermudadreieck

Hallo und herzlich willkommen zu meinem ersten Wahlbeitrag (Audio oder Text) auf unserer Homepage. Da einige den Beiträgen einfach nur lauschen möchten, andere es lieber lesen möchten, komme ich diesen Wünschen nach. Für den ersten Wahlbeitrag habe ich mir ein ganz besonderes Thema herausgesucht:

Das legendäre Bermudadreieck!

Mich würde interessieren, wie viele den Beitrag gehört und wie viele ihn gelesen haben, gib bitte eine kurze Info in den Kommentaren ab – DANKE!

Zum Hörbeitrag:

Textbeitrag:

Das legendäre Bermudadreieck

(Mythos vs. Fakten)

Das sogenannte Bermudadreieck befindet sich im Nordatlantik, wobei Florida, Puerto Rico und die Bermudainseln die Ecken des Dreiecks bilden. Diese Gegend ist sehr rätselhaft, da hier Schiffe und Flugzeuge für immer vom Radar verschwinden und häufig nie wieder auftauchen.

In dem Bermudadreieck, welches auch Teufelsdreieck genannt wird haben über 1.000 Menschen ihr Leben verloren, wobei 20 Flugzeuge und 50 Schiffe für immer verschwunden sind.

Andere Quellen gehen noch von viel höheren Zahlen aus, aber das Verschwinden ist bis heute ungeklärt.

Forscher und Hobbyforscher haben einige Theorien aufgestellt, wie es zu diesem Verschwinden von Schiffen und Flugzeugen samt Besatzung kommen kann. Die Spekulationen reichen von unbekannten Seekreaturen, Außerirdische, Zeitlöcher oder aber Wetterphänomene oder riesige Mengen Methangas, welches vom Meeresboden plötzlich massenhaft aufsteigt.

Soweit stimmen die Fakten noch mit den Mythen überein.

Die ersten Berichte von dem Bermudadreieck sollen von Christoph Kolumbus stammen, der in der Zeit von 1492 bis 1504 seine Seereisen unternahm. Angeblich sollen Flammen in das Meer gefallen sein und der Kompass soll verrückt gespielt haben. Hier beginnt bereits der Mythos, denn diese Aussage ist so nicht in der Überlieferung zu finden.

Der Mythos des Bermudadreiecks ist demnach wohl erst mit dem bekannten und sehr gut dokumentierten Fall von 5. Dezember 1945 entstanden, dem berühmten Flight 19. Eine Staffel aus fünf amerikanischen Bombern mit insgesamt 14 Mann Besatzung verschwand beim Übungsflug über den westlichen Atlantik. Auch das anschließend in die Region geschickte Rettungsflugzeug wurde nie wieder gesehen. Alle früheren Berichte sind dem Mythos nachträglich hinzugefügt worden, da in dieser riesigen Region des Bermudadreiecks selbstverständlich auch schon vorher Schiffe und Flugzeuge verschwunden sind. Dass Seegebiet ist bekannt für sein rauhes Wetter und das tiefe Meer in dieser Region. Bei dem Unglück vom Flight 19 ist bekannt, dass damals starker Wind und hoher Seegang herrschte.

Der Begriff „Bermudadreieck“ wurde von dem Reporter und Moderator Vincent Gaddis erfunden, der im amerikanischen Bundesstaat Indiana arbeitete. Er versorgte auch den Scine Fiktion Autor Raymond A. Palmer mit Geschichten. Im Februar 1964 veröffentlichte Vincent Gaddis einen ersten Artikel über das Bermuda Dreieck mit dem Titel: „The Deadly Bermuda Triangle“ in dem bekannten Pulp Magazin Argosy. Das größte Interesse an dem Bermudadreieck kam aber erst 10 Jahre später im Jahre 1974, als die Autoren Charles Berlitz und J. Manson Valentine mit ihrem Buch „The Bermuda Triangle“ einen Bestseller mit Millionenauflage veröffentlichten. In Deutschland erschien dieses Buch 1977. In diesem Buch wird von spurlos verschwundenen Schiffen und Flugzeugen berichtet. Auffallend ist allerdings, dass das Gebiet des Bermudadreiecks mit den Eckpunkten Florida, Puerto Rico und die Bermudainseln, welches ca. 600.000 qkm groß ist, um die Azoren und die Westindischen Inseln häufig vergrößert wurde, so dass das Gebiet auf ca. 1,5 Mil. qkm gewachsen ist.

Urheber: Danilo94 – Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=8826919

Die bekanntesten Geschichten werde ich gleich noch etwas genauer betrachten, allerdings sind sie immer sehr ähnlich: Schiffe und Flugzeuge verschwinden in dem Gebiet spurlos, obwohl erfahrene Kapitäne und Piloten an Bord waren und die Wetterverhältnisse gut waren. Es kommen aber auch Geschichten vor, in denen ein verlassenen Geisterschiff ohne Mannschafft in dem Gebiet aufgefunden wird. Es wird häufig vermutet, dass Außerirdische dahinter stecken oder dass gefährliche Kraftfelder dort aktiv sind, evt. ein Überbleibsel von Atlantis.

Die bekanntesten Fälle möchte ich hier wirklich nur sehr kurz zusammenfassen:

Flug 19

Von diesem hatte ich eingangs schon berichtet. Eine Staffel aus fünf amerikanischen Bombern mit insgesamt 14 Mann Besatzung verschwand beim Übungsflug über den westlichen Atlantik. Auch das anschließend in die Region geschickte Rettungsflugzeug wurde nie wieder gesehen, so der Mythos, der tatsächlich auf Fakten beruht. Weggelassen wurde allerdings, dass die Trainigspiloten mit ihrem Ausbilder Lieutnant Tayler, das erste mal in diesem Gebiet unterwegs waren und sich nicht auskannten. Sie setzten sogar einen Funkspruch mit der Information ab, dass sie sich verirrt hatten, sie befanden sich laut Funkpeilung in Norden der Bahamas, als ihnen höchtwahrscheinlich der Sprit ausgegangen ist. Es herrschter rauhe See und hohen Windgeschwindigkeiten, sodass ein Notwassern unmöglich war. Das Suchflugzeug verschwand ebenfalls, allerdings wurde auf dem Meer später eine große Öllache gefunden, sonst aber nichts.

Das Kohleschiff USS Cyclops

Das Kohleschiff ist am 4. März 1918 im Gebiet des Bermuda-Dreiecks verschwunden. Auch hier ranken sich viele Theroien, die wahscheinlichste ist jedoch, dass das Schiff in einem Sturm sank, auch, weil das Schiff überladen war und die Pumpen nicht ausreichten, um das Schiff bei schwerem Seegang dauerhaft über Wasser zu halten. Das Kohleschifff war mit Erz statt Kohle beladen worden. Interessant in diesem Zusammenhang ist, dass die Schwesterschiffe Proteus und Nereus ebenfalls untergingen, als sie im Zweiten Weltkrieg Erz statt Kohle transportieren wollten. Einige Wrackteile wurden später gefunden.

Passagiermaschine vom Typ Douglas DC-3

Am 28. Dezember 1948 war die Passagiermaschine mit 32 Personen auf dem Flug von Puerto Rico nach Miami. Der letzte Funkspruch des Kapitäns Bob Linquist sollte beinhaltet haben, dass die Maschine ca. 50 Meilen von Maimi entfernt sei und der die Lichter der Stadt schon sehen könne. Kurze Zeit später verschwand das Flugzeug mit allen Passagieren spurlos. Fakt ist aber, dass der Pilot schon vor dem Start mitteilte, dass sein Funkgerät nicht in Ordnung sei. Da sich die Windrichtung während des Fluges änderte und dieser Funkspruch vielleicht nicht angekommen ist, war die DC-3 wahrscheinlich nicht 50 sondern 100 Milen vor Miami. Auch der Satz, er könnte die Lichter schon sehen, ist so nie gesagt worden. Man weiß zwar nicht, warum die Maschine abstürzte und nie gefunden wurde, aber auch bei diesem Fall sind im Laufe der Zeit Einzelheiten hinzugefügt worden, die frei erfunden sind, um den Mythos Bermuda-Dreiecks zu bestärken.

Das Tankschiff Sulphur Queen

Am 2. Februar 1963 legte das Schiff in Beaumont ab. Am 4. Februar war der letzte Funkkontakt zum Schiff, es befand sich noch weit vom Bermuda Dreieck entfernt. Ab 11.23 Uhr des 4. Februars konnte kein Funkkontakt mehr zum Tankschiff Susphur Queen aufgenommen werden, das Schiff hätte sich planmäßig im Golf von Mexiko befinden müssen. Das Schiff wurde nie wieder gesichtet.

Es wurden aber Kleinteile, wie Rettungsringe und Rettungswesten in der Folgezeit im Golf von Mexiko gefunden. Das Schiff war außerdem durch Wetterereignisse und Brände schon vor dem Auslaufen schwer beschädigt. Die Schäden sollten im März 1963 repariert werden.

Interessant ist, dass 1978 das Hörspiel „Das Geheimnis des Bermuda-Dreiecks“ von H.G. Francis mit René Geneisi und Horst Stark erschien. Hier wurde auch über das Tankschiff Sulphur Queen berichtet, obwohl es nachweislich außerhalb des Bermuda-Dreiecks verschwunden ist.

Der Japanischer Frachter Raifuku Maru

Dieser Frachter soll 1925 angeblich im Bermuda Dreieck verschwunden sein. Der letzte Funkspruch: “now very danger come quick” also „Jetzt viel Gefahr Kommt schnell“, er wird auch häufig im Zusammenhang mit dem Mythos des Bermudadreiecks so zitiert: “Danger like a dagger now! Come quick!” auf deutsch: „Gefahr wie ein Dolch! Kommt schnell!“ Dass diese Funksprüche so seltsam waren, lag wohl eher daran, dass der japanische Funker der englichen Sprache nicht so mächtig war. Fakt ist aber, dass das Schiff am 21. April 1925 in einen schweren Sturm geriet und weit nördlich des Bermudadreiecks vor Nova Scotia sankt. Das ist absolut sicher, da das zur Hilfe geeilte Schiff, die RMS Homeric den Untergang beobachten konnte, aber leider niemanden retten konnte. Dies teile sie per Funk folgendermaßen mit: „Haben die Raifuku Maru sinken sehen bei 41’43’’ Nördlicher Breite, 61’39 Westlicher Länge. Bedauern, waren nicht in der Lage, Leben zu retten,“. In dem Mythos der Bermudadreiecks ging die Geschichte aufgrund des seltsamen Funkspruchs trotzdem ein.

Boeing 727 der National Airlines

Dann gibt es noch weitere Berichte, die gar nicht bestätigt werden können, so beispielweise dieser mit der Boing 727. Während des Landeanflugs auf Miami soll die Boing 727 angeblich für 10 Minuten vom Radarschirm verschwunden gewesen sein. Als sie wieder auftauchte, gingen alle Uhren und Bordinstrumente im Flugzeug 10 Minuten nach. Dies berichtet Ivan T. Sandersons in seinem 1970 erschienen Buch „Unsichtbare Bewohnener“, dass davon handelt, dass auf dem Meeresboden Außerirdische leben sollen. Für diesen Vorfall gibt es aber keine Zeugen, kein Datum und keine weiteren Informationen. Es ist daher wahrscheinlich, dass diese Geschichte frei erfunden wurde.

Erklärungen zu den Ursachen der Unglücke:

Blowout

Im Gebiet des Bermudadreiecks gibt es nachweislich riesige Methangasvorkommen. In Wassertiefen ab 300 Meter kann sich daraus Methandydrat bilden. Bei Druck- oder Temperaturänderungen bzw. durch ein Seebeben kann das Methan gasförmig werden und massenhaft entweichen. Dieser Vorgang ist vergleichbar mit dem Öffnen einer Mineralwasserflasche und den aufsteigenden Bläschen. Bei diesem Gas-Wasser-Gemisch ist die Dichte viel geringer als beim Salzwasser der Meere, wodurch die Schiffe nicht genug Auftrieb haben und sehr schnell sinken können. Sinkt das Deck unter die Wasseroberfläche, strömt Wasser ein und es ist kaum noch möglich, auch nun einen SOS Funkspruch abzusetzen.

Das Methangas könnte weiter aufsteigen und auch bei Flugzeugen eine Explosion auslösen, so wie bei Flug 19. Es gab Zeugen, die eine Explosion am Himmel gesehen haben wollen. Für diese Theorie gibt es allerdings noch keine Beweise.

Weißes Wasser

Dieses Phänomen tritt wohl hin und wider im Gebiet der Bahamabänke auf. Nach Wasserproben wurde festgestellt, dass das Wasser stark schwefelhaltig ist. Es werden vulkanische Aktivitäten am Meeresboden vermutet, allerdings ist unklar, wie dieses Ereignis das Verschwinden von Schiffen oder gar Flugzeugen erklären soll.

Elektromagnetische Felder

Eine Theorie, dass sich die Schiffe und Flugzeuge im Bermudadreieck verirren geht davon aus, dass hier seltsame elektromagnetische Wellen eine Rolle spielen. Elektronische Navigationshilfen sind allerdings recht neu und würden die alten Ereignisse nicht erklären, selbst beim Vorfall Flug 19 waren keine elektronischen Navigationshilfen an Bord.

Magnet-Anomalien

Über diese wird im Zusammenhang des Verschwindens von Flugzeugen und Schiffen im Bermudadreieck häufig berichtet. Die Kompasse sollen sich ständig drehen oder völlig stillstehen. Durch 20jähriges ständiges Messen des Magnetfeldes der Erde konnte diese Vermutung jedoch eindeutig wiederlegt werden.

Riesenwellen

Riesenwellen kommen nach neueren Untersuchungen häufiger vor, als zuvor vermutet. Es ist möglich und auch wahrscheinlich, dass durch solche Kaventsmänner oder auch Freakwaves genannte Wellen einige Schiffe in dem Bereich gesunken sind. Das würde aber nicht das Verschinden der Flugzeuge erklären.

Wetterphänomene

Im Bermudadreieck herrscht häufig raue See mit starken Stürmen, Gewitterabwinden, die mit unglaublicher Gewalt hereinbrechen. Diese natürlichen Wetter-Phänomene können sowohl für das Verschwinden der Flugzeuge, als auch der Schiffe verantwortlich gemacht werden. Für diese Wetterphänomene gibt es auch ausreichend Belege.

Fehlende Wrackteile

Da Wrackteile sowohl von Flugzeugen, als auch von Schiffen selten gefunden werden, geht man davon aus, dass die Strömung des Golfstroms diese innerhalb von kurzer Zeit weit mittragen kann. Außerdem sinken die Schiffe meist recht schnell, die Flugzeuge sowieso. Das Meer ist hier recht tief und durch die Strömung könnten Wrackteile auch von Sand bedeckt werden.

Schlecht ausgebildete Piloten und schwierige Navigation

Im Krieg wurden Piloten benötigt und daher schnell und nicht gut ausgebildet. Selbst die Ausbilder waren häufig nur 25 Jahre alt und nicht sonderlich erfahren. Es mangelte meist an theoretischen Grundlagen wie Kompassdrehfehler usw. Auch wurden häufig die scharf umrissenen Schatten der Cumuluswolken aus der üblichen Flughöhe von 3,000 Metern für Inseln gehalten. Der Sichtflug, der über Wasser schon schwierig genug ist, wurde so für einige Piloten zum echten Problem.

Das waren mal im Schnelldurchlauf die bekanntesten Fälle des Bermuda-Dreiecks und der gängigsten Theorien für die Unglücke in diesem Gebiet. Im Bermudadreieck sind tatsächlich viele Schiffe und Flugzeuge verschwunden. Einige dieser Vorfälle konnten bis heute nicht aufgeklärt werden. Dadurch wurden verschiedene Autoren inspiriert, bizarre Erklärungsversuche für Bücher, Filme und Internetseiten zu verbreiten.

Betrachtet man die ganze Sache aber mal nüchtern mit statistischen Werten, sieht es völlig anders aus. Bereits ein Jahr nach dem Bestseller „Das Bermuda Dreieck“ veröffentlichte der Autor Lawrence Kusche sein Buch mit dem Titel: „Die Rätsel des Bermundadreiecks sind gelöst“. Das Buch wurde aber bei weitem nicht so bekannt wie „Das Bermuda Dreieck“.

Kusche zeigt in seinem Buch damals schon Fakten auf, die auch heute noch Gültigkeit haben. Wenn man die Zahl der verschwundenen Schiffe und Flugzeuge in Bezug auf das Verkehrsaufkommen mit anderen Gebieten vergleicht, stellt man ernüchternd fest, dass im Bermudadreieck nicht mehr Schiffe und Flugzeuge verschwinden, als in anderen Regionen auch. Egal, ob man ein Dreieck, ein Rechteck oder ein Herz als Raster zum Vergleich nimmt. Wichtig ist nur, dass die Verkehrsdichte annähernd gleich ist. Die Mehrzahl der Fälle verlieht ihr Mysterium bei genauerer Betrachtung, da die meisten Schiffe nachweislich in einem Sturm gesunken sind. Außerdem wurde das Bermuda-Dreieck immer recht großzügig ausgelegt, damit bestimmte Unglücke doch noch hineinpassen.

Der Physiker und Wissenschaftsjournalist Karl Kuszelnicki bestätig dies ebenfalls. Er sagt sinngemäß, dass in diesem Teil nicht mehr Flugzeuge und Schiffe verschwinden oder verunglücken, als in anderen Meeresgebieten mit ähnlich hohen Verkehrsaufkommen. An der Legende des Bermuddreiecks sei also nichts dran, so der Physiker in einen Interview bei Portal news.com.au. Logisch sei auch, dass bei einem hohen Verkehsaufkommen auch mehr Unfälle passieren, aber nicht mehr, als in vergleichbaren anderen Gebieten der Weltmeere.

Auch eine Auswertung von Schiffsversicherern kam zu dem Schluss, dass es in dem Bereich nicht mehr Unglücke gibt, als in anderen Bereichen.

Auch wenn der Mythos vom Bermudadreieck durch Logik und Statistik widerlegt wird, wird jedes neue Unglück in dem Gebiet des Bermudadreiecks dem Mythos neue Nahrung geben. Daran werden auch die Ausführungen des Physikers und Wissenschaftsjournalisten Karl Kuszelnicki und das Buch von Lawrence Kusche mit dem Titel: „Die Rätsel des Bermudadreiecks sind gelöst“ nichts ändern.

Ja, ich weiß, ich bin gemein. Jetzt müsst ihr euch entscheiden, der Wissenschaft, dem Physiker, der Statistik und den Autoren, die gründlich recherchiert haben zu glauben, dass es den Mythos um das Bermudadreieck nicht gibt und nie gab, oder ihr liebt Mythen einfach der Mythen wegen und glaubt trotzdem daran.

 

Quipu

48 thoughts on “Das legendäre Bermudadreieck

  1. Erst einmal vielen Dank für den Hörbeitrag, dem ich ganz entspannt lauschen konnte. Zum zweiten finde ich es sehr wohltuend, das sich mal jemand ganz nüchtern um das Bermudadreieck kümmert, ohne das Ganze ins mysteriöse zu ziehen, auch wenn mich alles zu erklären ist. Aber das gibt es weltweit und lässt uns Mythenfreunden noch jede Menge Raum zum spekulieren.

  2. Sehr guter Beitrag, der meiner Meinung nach mit den gängigsten Mythen, rund um das Bermudadreieck aufräumt.
    Mir aber gleichzeitig, auch einige neue Infos gebracht hat.

    Danke hierfür!

    Ich habe den Beitrag, sowohl gelesen, als auch angehört.
    Die Hörversion war sehr ruhig und klar vorgetragen.

    Bitte mehr davon!

    Gruß

    Der Wulfi

  3. Ja ein interessantes Thema, allein schon das Dauerspiel der erklärenden Theorien, man seine eigene alle Jahre wieder über den Haufen werfen kann.

    Ich habe erst den Beitrag gelesen, später angehört, beides gefiel mir. Beim Hörbeitrag schlich sich dann aber ein Pluspunkt dazu, Deine sehr angenehme Stimme.

    Gruß Inka

  4. Hallo Quipu, ich habe den Beitrag erst einmal durchgelesen und dann angehört, da ich die Angewohnheit angenommen habe, eure Beiträge zunächst anzuschauen und fast alle danach sozusagen als Hintergrundmusik laufen zu lassen 🙂 Nein, NICHT zum Einschlafen, dazu sind die Themen zu interessant!
    Ich glaube übrigens daran, dass es sich bei diesem Mythos aus einer Kombination von Wetter- und Umweltphänomenen, Statistik, technischem Versagen und menschlichen Fehlern handelt.

    Übrigens freue ich mich über jeden eurer Beiträge, ob in Textform, Audio oder Video. Vielen Dank für all die Arbeit, die ihr drei euch damit macht!

  5. Hallo Quipu!

    Da ich glaube, über das Thema „Bermuda-Dreieck“ recht gut informiert zu sein, hat mir Deine Textversion mit Kapiteln und dazugehörigen Überschriften zunächst einmal zur Orientierung weitergeholfen. Ich habe mir dennoch auch den Hörbeitrag gegönnt. Im Idealfall bietest Du bei zukünftigen Beiträgen weiterhin beide Versionen an, aber ich hätte natürlich Verständnis, wenn dieser Aufwand nicht möglich ist.
    Durch Deinen Beitrag wurde mir erneut bewusst, wie bedeutend ein guter und zugkräftiger Name ist. „Bermuda-Dreieck/Triangle“ klingt einfach sehr gut, ist einprägsam und wirkt geheimnisvoll. Das ist schlichtweg gutes Marketing! Die Form des Dreiecks wurde dabei von den Erfindern des Mythos geografisch sehr willkürlich gezogen. Man hätte den verdächtigen Grenzbereich zwischen Karibik und Atlantik (Sargassosee) ebensogut einkreisen oder in ein Viereck quetschen können, doch dies wäre in der Namensgebung nicht einmal halb so spannend gewesen. Ein „Bermuda-Oval“ oder eine „Teufelsraute“ hätte als Buchtitel vermutlich keinen Hund hinter’m Ofen hervorgelockt.
    Hinzufügen möchte ich, dass der Flug 19 auch in Steven Spielbergs SF-Klassiker „Unheimliche Begegnung der dritten Art“ (1977) von Bedeutung ist. Zunächst werden darin die verlassenen Flugzeuge in der Sonora-Wüste entdeckt. Im Finale kehren dann die Piloten zurück und entsteigen dem Mutterschiff der Aliens. Die Männer scheinen etwas verwirrt und um keinen Tag gealtert.
    Dann habe ich noch eine schöne Kindheitserinnerung: Ende der 70er-Jahre erschien das Brettspiel „Teufels-Dreieck“ von MB. Dabei wurde eine große „Gewitterwolke“ über das Spielfeld in Form einer Land- bzw. Seekarte gezogen. Da sich in dieser Plastik-Wolke Magnete befanden und ebenso in den kleinen Spielfiguren in Form von Schiffen, konnte man diese in dem „Sturm“ verschwinden lassen!
    An den beiden genannten Beispielen erkennt man, dass Charles Berlitz einst mit seinem Sachbuch-Bestseller über das „Bermuda-Dreieck“ einen regelrechten Hype auslöste, der in dieser ausgeprägten Form heutzutage nicht mehr existiert, trotz zahlreicher Internet-Beiträge. Bezeichnend für den Stand des Themas ist auch, dass es zwischenzeitlich zwar immer wieder neue Erklärungsversuche gab, aber kaum noch neuere Fälle. Aus diesem Jahrhundert sind mir jedenfalls keine bekannt.
    Ich teile also Dein Fazit: Das „Bermuda-Dreieck“ ist wahrscheinlich nur ein frei erfundenes phantastisches Konstrukt. Für die Freunde der Grenzwissenschaften und des Übernatürlichen ist dies natürlich ernüchternd. Eine vergleichbare Entwicklung gibt es bekanntlich hinsichtlich der Dyatlow-Pass-Tragödie, deren Hintergründe höchstwahrscheinlich ohne paranormale Ursachen zu erklären sind.
    Abschließend noch ein großes Kompliment an Dich und Deine Mitstreiter. Danke für Eure Arbeit – macht bitte so weiter!

    1. Danke für den ausführlichen Kommentar und die neue Info: Das Brettspiel „Teufelsfdreieck“ von MB kannte ich noch gar nicht. Mal sehen, ob ich es irgendwo auftreibe kann…
      Nachtrag: Bei ebay und amazon wurde ich sofort fündig 🙂

  6. Die Theorie mit dem Methangas scheint mir am sinnvollsten. Immerhin befahren seit Jahrhunderten Millionen Schiffe ohne Probleme diese Gewässer. Aber wenn durch seismische Aktivität Methanhydrath gelöst wird, dann entstehen mit abnehmenden Druck auf dem Weg nach oben großflächig Gasblasen.
    Ich habe mal ein Experiment dazu gesehen: In einem Aquarium wurde ein Schiffsmodell mit Zuströmung von wenig Luft vom Grund zum Sinken gebracht. Real würde das nur eine Minute dauern, wenn überhaupt.
    Für die Flugzeuge bräuchte man nicht mal eine Entzündung. Da Methan eine geringere Dichte als Luft besitzt, würde der Strömungsabriß an den Tragflächen die Maschine wahrscheinlich schon zum Trudeln bringen und je nach Fähigkeit des Piloten und/oder technischen Gegebenheiten kein Abfangen mehr möglich sein.
    Was den Kompass angeht, so kann das alles und nichts bedeuten. Immerhin ist das Erdmagnetfeld sehr schwach. Aber wer weiß, ob nicht seismische Aktivitäten auch zu Magnetfeldänderungen führen können, sollten tief liegende Magmakammern auch eisenhaltig sein und durch Konvektion ihre eigenen Felder erzeugen.
    Die fantastischen Ansätze hinken mir an zu vielen Stellen. Entgegen den 411-Fällen ist meines Wissens noch nie ein Flugzeug oder Schiff plötzlich mitten aus einer Gruppe heraus verschwunden und Tage später nackt auf einem Berg wieder aufgetaucht O_o

    1. „Entgegen den 411-Fällen ist meines Wissens noch nie ein Flugzeug oder Schiff plötzlich mitten aus einer Gruppe heraus verschwunden und Tage später nackt auf einem Berg wieder aufgetaucht O_o“

      Eine super Idee, um das Bermudadreieck mal wieder richtig weit nach vorne zu bringen 🙂

  7. Ich habe diesen interessanten Beitrag gelesen. Das lag daran, dass es für mich zum Zeitpunkt, als ich den Beitrag entdeckt habe, es für mich geeigneter war diesen zu lesen als zu hören. Aber prinzipiell höre ich genau so gerne Beiträge, als ich sie lese. Einzige Ausnahme wären evtl. Beiträge mit viel Zahlen, Statistiken, etc. zu einem Thema, da ist denke ich das lesen dann besser geeignet.

  8. Hallo Quipu,

    ich schaue mir meistens Deine Beiträge auf youtube an bzgl. gefakte Videos an und die finde ich auch sehr gut, weil du erklärst woran man erkennen kann, dass es sich um ein Fake handelt. Bei diesem Beitrag hier, fehlt es mir leider an Tiefgang denn man kann zu diesem Thema sehr gut recherchieren! Hier übrigens der Zeitungsartikel von 1975 bzgl. National Airlines 727 den du bei deiner “ gründlichen“ Recherche wohl übersehen hast 😉

    https://news.google.com/newspapers?nid=336&dat=19750324&id=oMxSAAAAIBAJ&sjid=PH8DAAAAIBAJ&pg=5102,5391548&hl=en

    Des weiteren betreffend Flight 19, einer der am besten dokumentierten Fälle in der Fluggeschichte der Nachkriegszeit bzgl. „mysteriöser Vorfälle“ deren Schicksal jedes Jahr am 5 Dezember in ein Gedenkzeremonie (https://www.nasflmuseum.com/memorial.html) erinnert wird, ich finde es sehr überheblich alle Piloten des Flug 19 als unerfahren hinzustellen, zwar war einer erst 18 jedoch der kommandierender Offizier Lt. Charles Carroll Taylor war 28 sowie auch Sgt. George Richard Paonessa (28) insgesamt hatten 5 Piloten Kriegserfahrung, das mysteriöse an diesem Vorfall ist nicht alleine das verschwinden der 5 Torpedobomber sondern das wie! Denn alle Torpedobomber waren nicht nur mit einem normalen mag. Kompass ausgestattet sondern ebenfalls mit einem Kreiselkompass und dennoch konnte keiner der Piloten feststellen in welche Richtung sie flogen! Wie wahrscheinlich ist es, das alle Richtungsanzeigeinstrumente bei allen 5 Torpedobombern nicht richtig funktionierten? Wo doch jeder Pilot seine Instrumente vor dem Abflug überprüft?
    hier mal die ganze Geschichte und insbesondere sind die Funksprüche interessant
    https://web.archive.org/web/20041102000348/http://www.history.navy.mil/nan/backissues/1970s/1973/jun73.pdf

    Wer sich zudem über den Flight 19 informieren will, dem kann ich diese Infos ans Herz legen:

    https://www.nasflmuseum.com/flight-19.html
    https://www.nasflmuseum.com/flight-19-exhibit.html

    Des weiteren gab es mal eine Bermuda triangle webseite, leider ist sie nicht mehr online, dort wurden alle Berichte gesammelt und diese waren sehr gut recherchiert. von dieser Webseite ist leider nur noch die Liste übrig geblieben die man auf Wikipedia reingestellt hat:

    https://en.wikipedia.org/wiki/List_of_Bermuda_Triangle_incidents

  9. Hallo Quipus.
    Ich bin der Überzeugung,dass es mit Methan zu tun hat. Wenn der Meeresboden sich erwärmt,wird Methan freigesetzt. Siehe Vulkane am Meeresboden. Die Oberflächenspannung lässt nach und alles geht unter,was über der Methanblase ist. Auch Flugzeuge.
    Frank Schätzing hat das in dem Buch „Der Schwarm“ beschrieben.L.G
    .

  10. Tach Quipo,
    auch ich habe gelesen sowie gehört. Ich fände es gut, wenn beide Formate zur Verfügung stehen.
    Schon mal vom „Dragon’s Triangle“ gehört? Das Dreieck liegt zwischen Yokohama-Japan, Hualian-Taiwan und Agana-Guam. Dort soll es angeblich eine Flugverbotszone geben, aufgrund ähnlicher Vorkommnisse im Bermuda Dreieck. Kann leider nicht sagen, wo ich das her habe. Nein, kein Sprechverbot, schlichte Vergesslichkeit

    Menschen verschwinden, Flugzeuge verschwinden, Flugzeuge mit Menschen verschwinden und es gibt immer noch Leute um mich herum, die behaupten, dass es nix, aber rein auch gaaar nix mysteriöses auf diesem Planeten gibt (egal ob flach, rund oder halt flund)!!!

    1. In Mexiko befindet sich die „Zone of Silence“. In der sollen Anomalien auftreten, die auch massiv elektronische Geräte beeinflussen soll.

      Das „Bermudadreieck“ ist nicht der einzige Ort um den sich Mythen ranken. 😉

  11. Gehört und für gut befunden. Auch wenn es noch recht abgelesen klingt und du dein Handy während der Aufnahme ruhig hättest lautlos machen können Aber Übung macht den Meister. Weiter so und herzlichen Dank an euch drei, dass ihr so viel Zeit in die Sache hier steckt

  12. Es gibt nur EINE Person, die wirklich ALLES über das Bermuda-Dreieck weiß – Wednesday Addams von der Addams Family.

    Beim Lesen der Überschrift dachte ich mir: Ein Skeptiker spricht über das Bermuda-Dreieck? Nun ja, dann wurde ich doch überrascht. Der Vortrag ist sachlich und vorurteilsfrei. Klasse! 🙂

  13. Hallo Quipus. Wen ich im Tv Beiträge sehe, von Tornados und Wirbelstürmen vor Florida, bringe ich es irgendwie immer in Verbindung mit dem Bermudadreieck. Warum kommen die Stürme immer aus dieser Richtung? Ja, es wird gesagt ,wie sich die Tornados bilden. Trotzdem, vielleicht bilden sich da, wen der Sturm entsteht, Tore, die wieder verschwinden, wen der Sturm nachlässt, also IM STURM , wo man sie nicht sieht, unsichtbar . Und vielleicht hallen die noch eine ganze Weile nach, so das es vorkommen kann, das Schiffe oder Flugzeuge darin verschwinden können, von einer Sekunde auf die andere. Aber hab keine Ahnung warum Dimensionstore entstehen sollten, wer was davon hätte. Und wen man sieht, wie das Dreieck von Florida ausgeht,könnte man auf den Gedanken kommen, das etwas von Florida ausgeht, das irgendetwas entstehen lässt, das den Wirbelstürmen den richtigen Kick gibt zum entstehen. So wie den Wetterumschwüngen bei den 411 Fällen.

  14. Mann o mann, was für ne Arbeit du dir machst. Geschrieben UND gesprochen ist natürlich das optimum. Finde es super den Hörbeitrag zu hören und den Text quasi als Gliederung zur Übersicht zu haben. Und durch den geschriebenen Text lassen sich eizelne Punkte später schneller wieder finden, leichter nachvollziehen und überprüfen. Super. Aber wenn ich mich für eins entscheiden müsste würde ich die Hörfassung wählen.

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