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König Lycaon von Arkadien

06.03.2020 – Hallo und Herzlich willkommen zu meinem neuen Beitrag hier auf Mysterybande.de. Werwölfe: Ja, wir alle kennen sie, und wir alle lieben sie auch. (So hoffe ich doch für euch) Wir Werwölfe sind nämlich wahrlich die besten Freunde des Menschen überhaupt, denn wir sind sowohl flauschig anschmiegsam als auch Kuschelig, und wir wollen von euch, meine lieben Menschen auch immer nur das Beste. Aber eine Frage drängt sich dabei doch immer wieder auf: Woher stammen wir Werwölfe ursprünglich und wer war wohl der erste von uns? Mit wem nahm wohl alles seinen Anfang? Wer ist der eigentliche Urvater unserer Art, von freundlichen, doch leider aus Gründen, von plumpen Vorurteilen nur allzu häufig missverstandenen Spezies, niedlicher wie zugleich wuscheliger Wesen? Nun denn, so möchte ich euch, ihr lieben jetzt einmal jenen Mann vorstellen, der wohl am meisten in Verdacht steht, wahrhaftig der allererste Werwolf der Geschichte überhaupt zu sein:

König Lycaon von Arkadien – War er der vielleicht erste Werwolf der Geschichte?

Lycaon war dereinst der geliebte König von Arkadien, sogar der allererste, dieser in der altgriechischen Mythologie seine Erwähnung fand. Er soll schon in der großen goldenen Zeit vor der mächtigen Sintflut gelebt haben und war daher auch ein Zeitgenosse zweier anderer legendärer Könige: Deucalion von Thessalien und Cecrops von Athen. In der griechischen Geschichtsschreibung wird Lycaon als der erste König ihrer überlieferten Mythologie bezeichnet, der von den Göttern höchstselbst infolge seines überbordenden, falschen Stolzes, seiner Selbstverliebtheit sowie seiner mangelnden Frömmigkeit wegen bestraft wurde. Abgesehen von dieser ziemlich düsteren Geschichte war Lycaon allerdings auch der stolze Vater vieler Söhne, diese einst die vielen Dörfer und Städte Arkadiens gründeten und ihnen auch ihre Namen gaben. In gewisser Weise kann Lycaon also trotz seiner Verbrechen gegen die Götter, diese er einst begangen hatte, als großer Gründer sowie auch als Held seines Volkes angesehen werden.

König Lycaons Familienbande:

 

Der griechischen Mythologie nach war Lycaon der Sohn von Pelasgos, der allgemein hin auch als Vorläufer der Pelasgier gilt, der frühesten Bewohner Griechenlands überhaupt. Einer Version des Mythos zufolge war Lycaons Mutter Meliboea, während eine andere behauptet, seine Mutter sei Cyllene. Beide Figuren sollen zudem Nymphen sein, (Meliboea ist eine Ozeanide oder Tochter von Oceanus und Cyllene eine Oread oder auch Bergnymphe genannt) die, so steht es in alten Schriften, den Berg Cyllene einen Berg auf dem Peloponnes bewohnt haben sollen. Es wurde auch oft vermutet, dass Meliboea und Cyllene tatsächlich ein und dieselbe Figur waren.

Eine dritte Version des Mythos legt nahe, dass Lycaons Mutter Deianeira war, deren Vater übrigens ebenso Lycaon genannt wurde. Lycaon soll sehr viele Frauen gehabt und durch sie auch eine nicht gerade geringe Anzahl von Nachkommen hervorgebracht haben. Im Allgemeinen soll Lycaon dereinst insgesamt bis zu 50 Söhne gezeugt und Stolz sein eigen genannt haben. Trotzdem unterscheiden sich die verschiedenen Quellen hinsichtlich ihrer Anzahl sowie auch ihrer Namen. Während der Zeit von Lycaon war die Region Arkadien zu Ehren ihres Gründers Pelasgos auch als Pelasgia bekannt. Die Region wurde erst später in Arcadia umbenannt, zu Ehren von Arcas, einem Enkel von Lycaon.

Arcas übrigens war der erstgeborene Sohn von Callisto, einer Tochter von Lycaon. In den griechischen Mythen war Callisto einst eine Jagdbegleiterin der Göttin Artemis und schwor der Göttin, ihre Jungfräulichkeit zu bewahren. Dieses Gelübde wurde aber schließlich gebrochen und Callisto gebar Arcas. Der Mythos endet damit, dass Callisto in einen Bären verwandelt, gejagt und als das bekannte Sternbild Ursa Major hoch in den Himmel gesetzt wird. Es gibt jedoch mehrere, doch recht unterschiedliche Versionen dieses alten Mythos.

In einer Version heißt es beispielsweise, Zeus habe sich in Artemis verwandelt, um Callisto zu verführen. Als ihre Schwangerschaft aufgedeckt wurde, gab Callisto Artemis natürlich die Schuld. Die Göttin war überhaupt nicht erfreut darüber und verwandelte sie in einen Bären. In wiederum einer anderen Version war es Zeus ‚eifersüchtige Ehefrau Hera, die Callisto in einen Bären verwandelte, nachdem sie herausgefunden hat, was ihr Mann getan hatte. Die Göttin überredete Artemis daraufhin, den Bären mit Pfeil und Bogen zu erschießen. Nach Callistos Tod schließlich wurde dann der Götterbote Hermes von Zeus ausgeschickt, um Arcas aus Callistos Leib herauszuholen, und das Kind wurde danach der Nymphe Maia zur Aufzucht übergeben.

Der Mythos von Lycaon:

Im Gegensatz zu seiner Tochter Callisto, deren Tod eine Folge der für die antiken griechischen Götter doch so charakteristischen wilden Launen war, war Lycaons Sturz das Ergebnis seines eigenen Tuns. Wie der Mythos von Callisto (und tatsächlich auch bei vielen anderen griechischen Mythen) gibt es verschiedene Variationen der Geschichte von Lycaon. Die berühmteste Version dieses Mythos findet sich in Ovids Metamorphosen:

In dieser Version berichtete Zeus dem Rest der Götter, dass ‚Ein berüchtigter Bericht dieses unheiligen (Zeitalters) seine Ohren erreicht hatte und in der Hoffnung, dass er sich letztlich als falsch erweisen würde, beschloss der König der Götter, die Welt in menschlicher Form zu besuchen. Als die Nacht näherrückte, kam Zeus in Arkadien an und offenbarte sich dem Volke als ihr Gott. Während die Arkadier beteten und Zeus ihre tiefe Verehrung zuteilwerden ließen, verspottete Lycaon nur ihre frommen Gebete und Gelübde und sagte: „Eine ehrliche Probe wird die Wahrheit beweisen, ob dieser hier wahrlich ein Gott oder doch nur ein einfacher Mensch ist.“

Lycaon selbst wollte Zeus im Schlafe töten und servierte dem Gott während einer Mahlzeit menschliches Fleisch. Laut Ovid „schnitt er einer Molosser-Geisel, die zu ihm geschickt wurde, die Kehle durch und erweichte seine noch zitternden Glieder teilweise in kochendem Wasser. Teilweise röstete er sie aber auch auf einem darunter lodernden Feuer.“ Das Gericht wurde Zeus serviert, aber der Gott war sich dessen bewusst, was Lycaon versuchte und welch niederes Spiel er versuchte, mit ihm zu treiben. Wütend und voller Zorn zerstörte Zeus Lycaons Haus daraufhin mit gewaltigen Feuerfunken und mächtigen Blitzschlägen.

,,Was den bösen König betrifft, so ließ Zeus ihn in einen wilden Wolf verwandeln. Er schwärmte und tobte, und seine gierigen Kiefer, die sich ihr gewohntes Schlachten wünschten, wendeten sich gegen die Schafe – immer noch begierig auf deren Blut. Sein Gewände trennte sich in zotteligen Haaren, seine Arme sind in Beine verwandelt; und als Wolf hatte er die gleichen grauen Locken, das gleiche harte, kantige Gesicht, die gleichen hellen Augen und das selbig wilde Aussehen.“

Am Ende der Geschichte hat Ovid die Zeus-Bemerkung: „So ist ein Haus gefallen, aber nicht ein Haus allein hat es verdient, zugrunde zu gehen; Überall auf der Erde herrschen grausame Taten, – alle Menschen verschwören sich im Bösen. So Lasset Sie sie deshalb das Gewicht schrecklichster Strafen spüren, die so zu Recht verdient wurden, denn so hat es mein mir eigener unveränderlicher Wille für ihr künftiges Schicksal bestimmt. “

Ohne Zweifel wollte Ovid seine Leser zu ihrem eigenen Wohle davor warnen, böses zu Begehen, damit sie nicht unter der göttlichen Form der Gerechtigkeit leiden müssen.

Variationen über den Lycaon-Mythos:

 

Eine andere Version des Mythos findet sich in der Bibliotheca von Pseudo-Apollodorus, die üblicherweise auf das 1. oder 2. Jahrhundert, n. Chr. Datiert ist. Im Gegensatz zu Ovids Version des Mythos besagt die von Pseudo-Apollodorus gegebene, dass die böse Tat eher von Lycaons Söhnen als vom König selbst begangen wurde. Übrigens gibt Pseudo-Apollodorus an, dass Lycaon 50 Söhne hatte und gibt die Namen von jedem einzelnen von ihnen an.

Auf jeden Fall sollen die Söhne von Lycaon „alle Männer ganz gleich von wo in ehrlichem Stolz und Frömmigkeit bei weitem übertroffen haben“. Zeus, der sich von dem ehrlichen Stolz und der tiefen Frömmigkeit jener Männer selbst überzeugen wollte, besuchte sie baldigst sogleich als Tagelöhner. Die Söhne von Lycaon „boten ihm Gastfreundschaft an, und nachdem sie die erstgeborenen männlichen Kinder der Eingeborenen für ihn zum Opfer geschlachtet hatten, mischten sie deren gefüllte Därme hinterhältig mit dem reinen Fleische der Opfergaben und stellten sie ihm auf Betreiben des älteren Bruders Mainalos vor.“

Unnötig zu erwähnen, dass Zeus wusste, was sie taten, wütend war und Lykaon und seine Söhne durch Blitzschläge in die Luft jagte. Nur der jüngste Sohn Nyctimus wurde verschont, da Gaia schnell genug war, um die rechte Hand von Zeus zu ergreifen. So besänftige sie seinen Zorn. “Es war Nyctimus, der Lycaon als König folgte, und während seiner Regierungszeit ereignete sich später auch die große Sintflut, von der einige sagen, es sei Zeus ‚Strafe für die Gottlosigkeit von Lycaons Söhnen gewesen. Es kann hinzugefügt werden, dass in einigen Versionen des Mythos Nyctimus derjenige sein soll, den Lycaon geschlachtet und als Mahlzeit für Zeus zubereitet hatte.

Eine weitere Version des Mythos findet sich in Pausanais ‚Beschreibung des alten Griechenlands, die im 2. Jahrhundert nach Christus geschrieben wurde. Die Geschichte von Pausanias ist ganz anders als die bereits erwähnten. Zum Beispiel erwähnt Pausanias Lycaons falschen Stolz und mangelnde Frömmigkeit nicht. Außerdem erwähnt er auch nichts darüber, dass Lycaon Zeus gekochtes, menschliches Fleisch serviert hätte.

Stattdessen war es das Menschenopfer selbst, das der König vollbrachte und das Zeus ‚Zorn‘ verursachte. Lycaon brachte ein menschliches Baby zum Altar von Zeus Lycaeus und opferte es, indem er sein Blut auf den Altar schüttete und der Legende nach unmittelbar nach dem Opfer wurde er von einem fremden Mann in einen Wolf verwandelt. Daher kann man sagen, dass Lycaons Verbrechen nach dieser Version des Mythos seine unglückliche Wahl war, den Göttern zu opfern. Zum Vergleich erwähnt Pausanias Cecrops den König von Athen, der ein Zeitgenosse von Lycaon war, und die Art des Opfers, das er einführte:
„Meiner Ansicht nach war Lycaon Zeitgenosse von Cecrops, dem König von Athen, aber sie waren nicht im gleichen weise in den Fragen der Religion. Denn Cecrops war der erste, der Zeus Hypatos (den höchsten Gott) nannte und weigerte sich, alles zu opfern, was Leben in sich hatte, sondern verbrannte stattdessen auf dem Altar die heiligen Kuchen, die die Athener bis heute immer noch Pelanoi nennen.“

Es gab aber auch einige positive Beiträge:


Während andere alte Schriftsteller nur das Verbrechen und die Bestrafung von Lycaon erwähnen, schrieb Pausanias auch über die positiven Beiträge dieses Königs. Laut Pausanias gründete Lycaon die Stadt Lycosura auf dem Berg Lycaeus und gab Zeus den Nachnamen „Lycaeus“ (der auch bestimmten Gottheiten wie Pan und Apollo gegeben wurde, diese auf dem Berg Lycaeus verehrt wurden). Pausanias gibt an, dass auf dem Berg ein Tempel mit Garten für Zeus Lycaeus eingerichtet wurde und dass es den Menschen verboten war, ihn zu betreten.

Wenn ein unwürdiger Mensch gegen diese Regel verstößt und das geheiligte Gebiet betritt, so stirbt dieser qualvoll innerhalb nur eines Jahres. Pausanias erzählt auch eine Legende über dieses heilige Gebiet, die wie folgt, lautet: „Alles, was dort ist, gleich, ob Tier oder Mensch, wirft keinen Schatten. Aus diesem Grunde wird der Jäger, wenn ein Tier Zuflucht im Garten sucht, nicht hinterher eilen, nein, sondern draußen verbleiben und das, obwohl er sieht, dass das Tier keinen Schatten sehen kann.“

Pausanias schreibt Lycaon auch die Einrichtung der lycaeanischen Spiele zu und behauptet, dass sie sogar noch vor den berühmten panathenäischen Spielen entstanden sind. Nach der Parian Chronik (auch als Parian Marble bekannt) wurden die lycaeanischen Spiele zwischen 1398 und 1294 v. Chr. Begründet. Wie die alten Olympischen Spiele fanden die Lykischen Spiele auch ebenso alle vier Jahre statt. Die lycaeanischen Spiele können in zwei unterschiedliche Abschnitte unterteilt werden, – die Rituale und die Sportereignisse. Ersteres beinhaltete Opfer und Opfergaben an die Götter, während letzteres Wagen- und Pferderennen Ringkämpfe, Boxen und den Pentathlon beinhaltete.

Darüber hinaus erwähnt Pausanias, dass die Söhne von Lycaon viele Städte in Arkadien gegründet haben. Im Gegensatz zu Pseudo-Apollodorus bemerkt Pausanias, dass Nyctimus der älteste von Lycaons Söhnen war und dass er derjenige war, der Lycaon als König folgte. Trotzdem gründeten seine Brüder Städte an jenen Orten, diese sie selbst für am besten geeignet hielten. Pausanias listet alle Städte auf, die die Söhne von Lycaon gegründet haben.

Dazu gehören Mainalos, (gegründet und benannt nach Mainalos) das in der Antike die berühmteste Stadt Arkadiens war, und Oenotria, das von Oenotrus gegründet wurde. Pausanias zufolge: „Aber Oenotrus, der jüngste der Söhne von Lykaon, bat seinen Bruder Nyctimus um Geld und Männer, und sie reisten dann auf dem Seeweg nach Italien. Das Land Oenotria erhielt seinen Namen von Oenotros, der sein König war.

„Pausanias behauptet auch, dass Oenotria die erste von den Griechen gegründete Kolonie im heutigen Italien war.“

,,Diese war auch zugleich die erste Expedition, die aus Griechenland entsandt wurde, um eine Kolonie zu gründen, und wenn ein Mann nur das Beste macht, so ist auch eine sorgfältige Kursberechnung möglich, so sagte man. Er wird ebenso feststellen, dass vor Oinotros auch keine Ausländer in ein anderes Land ausgewandert sind. «So malt Pausanias ein anderes Bild von Lycaon und seinen Söhnen. Pausanias ‚Schriften zeigen sie nicht nur als gottlose und von einem falschen, Stolze getriebene, gar selbstverliebte sterbliche, sondern auch als Gründerhelden, die eine starke wie gleichsam treibende zivilisatorische Kraft in Arkadien waren.

Der erste Werwolf?

 

Ein weiterer interessanter Aspekt von Lycaon, der in Pausanias ‚Beschreibung Griechenlands zu finden ist, ist seine Assoziation des Königs mit dem Fluche (Oder auch Krankheitsbild) der Lykanthropie oder auch Werwolfismus genannt. Das Wort „Werwolf“ stammt übrigens aus dem Altenglischen, was wiederum eine Mischung aus dem römischen Latinum sowie dem Altgermanischen ist und bedeutet wörtlich übersetzt so viel wie“Mann-Wolf“. (Germanisch: Wer = Mann) dennoch wird Lycaon oft als eines der frühesten Beispiele für dieses Phänomen angesehen.

Die Geschichte eines Mannes, der sich in einen Wolf verwandelt, findet sich auch im Epos von Gilgamesch, das als das wohl älteste (zumindest gegenwärtig bekannte) erhaltene Stück Literatur in der Geschichte der Menschheit gilt. In diesem Epos lehnt der gleichnamige Held Gilgamesch die übertriebenen Schritte der von tiefen Rachegelüsten getriebenen Göttin Ishtar ab, da er wusste, dass sie einen ihrer früheren Liebhaber in einen Wolf verwandelte. Wie bereits erwähnt, findet sich Lycaons Verwandlung in einen Wolf sowohl in Ovids als auch in Pausanias ‚Versionen des altgriechischen Mythos wieder.

Letzteres enthält jedoch noch einige zusätzliche Informationen zu diesem Thema. Pausanias erklärt:

Seit Lycaon hat sich ein jeder große Mann beim Opfer für Zeus Lykaios in einen Wolf verwandelt, aber die Veränderung ist nicht fürs ganze Leben. Denn wenn er als Wolf auf menschliches Fleisch verzichtet, so wird er nach neun Jahren wieder ein Mann, aber wenn er menschliches Fleisch schmeckt, bleibt er ein Tier für immer und ewig. “ Pausanias scheint dieser Geschichte jedoch skeptisch gegenüberzustehen, da er sagt: „Im Laufe der Jahrhunderte wurden viele Ereignisse, die in der Vergangenheit stattgefunden haben, und sogar einige, die sich heute ereignet haben, aufgrund der Lügen, die auf einer zweifelhaften Grundlage aufgebaut wurden, allgemein diskutierte Tatsache.‘

Puh, … ich weiß, das war nun doch eine etwas schwere Kost, aber ich hoffe doch sehr euch hat dieser kleine Ausflug in die Welt der griechischen Mythologie trotz alledem gefallen? Ich dachte mir eben, so ein kleiner Ausflug in den Gründungsmythos über unseren Urahnen sowie Begründer meiner Rasse, der Werwölfe ist doch mal ganz interessant. Der nächste Beitrag wird übrigens nicht mehr nur alleine als lese,- sondern auch als Hörversion verfügbar sein. So wie künftig alle nachfolgenden ebenso. Noch gibt es meine Beiträge zwar noch nicht in Farbe und schon gar nicht in Bunt, aber wer weiß schon, was dereinst die Zeit noch so mit sich bringen mag?

Zum Ende meines Beitrags hier noch ein paar abschließende Worte:

Aus der Sicht meines Volkes stehen König Lycaon und seine Familie für die ewige Rebellion sowie gleichsam für den ewigen Widerstand gegen die Willkürherrschaft der Götter über die Welt. Nicht umsonst nennen wir uns bis heute selbst die Lykadianer. So möge unser Kampf eines Tages von erfolggekrönt und all unsere Opfer, all das vergossene Blut der Werwölfe nicht umsonst gewesen sein, auf das wir eines fernen Tages, wenn die Götter ihre ewige Ruhe gefunden haben, unsere eigene, allgewaltige, ja unanfechtbare Herrschaft über die Welt beginnen möge. In diesem Sinne ein feierliches: ,,Weltherrschaft Ahoi!‘‘

LG Wulfi

6 thoughts on “König Lycaon von Arkadien

  1. Huhu,
    das war wirklich etwas schwere Kost.
    Zumal es auch noch mehrere Versionen der Geschichten um Lycaon gibt….und wie immer hat Zeus (der Weltmeister im Seitensprung) seine Finger mit im Spiel.
    Gibt es Hinweise darauf warum er ausgerechnet in einen Wolf verwandelt wurde? Ich meine in Deutschland ist der Wolf ja schon aufgrund von Rotkäppchen negativ besetzt, ist dass denn in Griechenland auch so?
    Ich freue mich schon auf deinen nächsten Beitrag….und wieso eigentlich „Weltherrschaft Ahoi“?
    Müsste es nicht „Weltherrschaft Ahouuuuuuuu“ heißen? 🙂

  2. Hallo SuperShanks 10,

    In der Mythologie vieler antiker Kulturen, war der Wolf eigentlich sehr Positiv besetzt, hatte aber auch seine schlechten Seiten. In germanischen Zeiten zum Beispiel, stand der Wolf für Macht und Stärke und erst mit dem Christentum geriet er wirklich in Verruf. Natürlich vor allem zur Zeit der Pest.

    Na ja, in den letzten Jahrunderten, haben wir Werwölfe uns eben in die verschiedensten Kulturen hinein integriert und verschiedene Sprachen angeignet. So, haben wir uns eben auf einen internationalen Schlachtruf verständigt und das war eben Ahoi.

    Keine Ahnung warum ausgerechnet Ahoi. 🙂 Aber früher riefen die Werwölfe aus Arabien zum Beispiel Alahuuuuu! Da ist Ahoi doch immer noch besser. :))

    LG Wulfi

  3. Hallo Tyger,

    Dankeschön für deinen Kommentar! 🙂

    Na ja, dass du diese Geschichte wahrscheinlich schon einmal gehört bzw. gelesen hast, dachte ich mir schon. Du bist in diesem Bereich doch auch recht bewandert, wie mir scheint. 😉

    Schön, aber das ich dir dennoch noch ein paar neue Dinge erzählen konnte, die du so noch nicht kanntest. Das freut mich doch sehr! 🙂

    LG Wulfi

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